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20210713083639

Corona-Inzidenzwert in Thüringen bei 2,5 - minimaler Anstieg

08:33
13.07.2021
Der Corona-Inzidenzwert in Thüringen bleibt auf niedrigem Niveau. Der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner lag am Dienstag 2,5 (Montag: 2,4) , wie die Staatskanzlei unter Berufung auf Zahlen des Robert Koch-Instituts mitteilte. Das ist weiter einer der niedrigsten deutschlandweit, der Bundeswert wurde am Dienstag mit 6,5 angegeben. Von Montag zum Dienstag meldeten die Thüringer Gesundheitsämter sieben Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, deren Zahl erhöhte sich auf 4357 seit Pandemiebeginn. Seitdem haben sich 128 864 Menschen landesweit mit dem Sars-Cov-2-Virus infiziert, aktuell sind es laut RKI rund 100 Menschen. Die Zahl der Genesenen wird auf rund 124 350 beziffert.

Altmaier sorgt sich um nachlassende Corona-Disziplin

07:57
13.07.2021
Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier macht sich Sorgen wegen einer aus seiner Sicht manchmal nachlassenden Disziplin bei den Corona-Maßnahmen. Ein weiterer Lockdown «wäre das Schlechteste überhaupt und muss auf jeden Fall vermieden werden», sagte der CDU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag). Er glaube, dass alle gut beraten seien, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

«Deshalb sehe ich mit Sorge, dass manchmal auch die Disziplin ein bisschen nachlässt, dass in geschlossenen Räumen keine Masken mehr getragen werden, dass der Abstand bei vielen Veranstaltungen schon wieder sehr gering wird», sagte Altmaier. «Da würde ich mir einfach wünschen, dass wir alle immer wieder auch unseren Gesprächspartnern, unseren Gästen, unseren Freunden sagen, helft bitte mit, damit möglichst wenig Menschen gesundheitlich gefährdet werden.»

Ärztekammer fordert intensivere Corona-Impfkampagne

07:18
13.07.2021
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert eine intensivere Corona-Impfkampagne. «Ich vermisse den TV-Spot zum Impfen vor der Tagesschau. Und dann müssen wir direkt vor Ort informieren, und zwar genau da, wo die Impfbereitschaft bisher gering ist. Wir müssen auf die Menschen zugehen», sagte Reinhardt der «Rheinischen Post» (Dienstag). Man müsse nicht nur Sportvereine, sondern auch Kulturvereine und Glaubenseinrichtungen für die Impfkampagne mit ins Boot holen. «Statt zu verordnen, müssen wir vor Ort sein.»

Die Frage, inwieweit die erhöhten Inzidenzwerte zu einer Belastung des Gesundheitssystems führen werden, hänge maßgeblich von der Impfquote ab, sagte Reinhardt. «Ich finde, jeder Erwachsene steht in der Verantwortung, durch seine Impfung dazu beizutragen, das Infektionsgeschehen niedrig zu halten - auch zum Schutz der Kinder. Sie sind bisher die großen Verlierer der Pandemie.»

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, sagte der Zeitung: «Wir haben in Deutschland aktuell mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung geimpft, was sich deutlich in der Belegung der Intensivstationen bemerkbar machen wird. Wir erwarten bei einem erneuten Anstieg der Inzidenzen deshalb eine deutlich flachere Kurve mit Blick auf die schwer erkrankten Patienten.»

Vorsicht ist aus Sicht von Marx dennoch weiter angemessen: «Sollten die Infektionsraten sprunghaft ansteigen und ungebremst anwachsen, werden wir auch wieder eine deutliche Zunahme an schwer kranken Patienten erleben, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Denn wir dürfen eben nicht vergessen: 40 Millionen Menschen in Deutschland sind eben noch nicht geimpft.»