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Italien verschärft seine Corona-Regeln wieder

10:57
23.07.2021
Rom - Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Italien die Corona-Regeln. Ab dem 6. August ist unter anderem für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, Fitnessstudios und Schwimmbädern mindestens ein einfacher Impfnachweis, ein negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig. Dies gab der italienische Ministerrat am Donnerstagabend bekannt. Der Notstand wurde einer Mitteilung zufolge bis zum 31. Dezember verlängert.

In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen. Experten zufolge wurden vor allem bei jungen Menschen mehr Ansteckungen registriert. „Die Delta-Variante ist bedrohlich, weil sie sich schnell ausbreitet“, sagte Ministerpräsident Mario Draghi bei einer Pressekonferenz am Abend. Gesundheitsminister Roberto Speranza betonte, dass sich die Menschen impfen lassen sollten.

Den Angaben zufolge sollen für die Einteilung der Risiko-Zonen gegen die Pandemie (weiße, gelbe, orangene und rote Zonen) ab August neue Regeln gelten. Statt der Inzidenz werden demnach künftig die Auslastung der Krankenhausbetten auf den Covid-19-Stationen sowie auf den Intensivstationen die entscheidenden Parameter sein.

Am Donnerstag registrierten die Gesundheitsbehörden in Italien knapp 5057 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages und 15 Tote. Mehr als 53 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahre wurden bislang vollständig geimpft. 

dpa

Delta-Verdacht am Bayreuther Klinikum

10:33
23.07.2021
Bayreuth - Am Klinikum Bayreuth gibt es einen Verdachtsfall auf die als ansteckender geltende Delta-Variante des Corona-Virus. Dies bestätigte der Pressesprecher auf Anfrage des Kuriers. „Bis dato liegt noch kein bestätigter Fall einer Delta-Variante vor. Tatsächlich gibt es allerdings einen Verdachtsfall“, schreibt Frank Schmälzle in einer schriftlichen Antwort.

Nach Informationen der Zeitung soll ausgerechnet ein Arzt diese Variante des Virus ins Haus geschleppt haben. Er soll nach seinem Urlaub in einem Gebiet mit relativ hohen Inzidenzwerten sogar Symptome gezeigt haben und dennoch zur Arbeit am Patienten gekommen sein. „Zu Patientendaten machen wir grundsätzlich keine Angaben“, heißt es in Schmälzles Antwort lapidar. Auf die Frage, wie es passieren konnte, dass dieser „Patient“ am Sicherheits-System“ des Klinikums vorbeigelangt ist, schreibt er: „Unabhängig von der aktuellen Situation weisen wir darauf hin, dass unser Testkonzept funktioniert. Auch jetzt zeigt sich, dass Verdachtsfälle sehr frühzeitig erkannt werden. Nahezu alle Beschäftigten seien sich der „nach wie vor ernsten Lage bewusst und verhalten sich angemessen“. Und weiter: „Wir möchten allerdings nicht verhehlen, dass es auch vor dem Hintergrund von Lockerungen außerhalb unserer Betriebsstätten zu internen Diskussion um die Strenge unseres Hygienekonzeptes kommt.“

Das Klinikum sagt auch nicht, mit vielen Personen oder gar Patienten der Arzt in Kontakt war: „In guter Zusammenarbeit mit Gesundheitsbehörden ist ein contact-tracing erfolgt“, also die Verfolgung der Kontaktpersonen. Entsprechende Maßnahmen, also Tests und in Einzelfällen Isolation oder Quarantäne würden bereits greifen. Zudem müssen Ärzte  sich ein- bis zweimal in der Woche testen lassen, selbst wenn sie doppelt geimpft sind. Nach Angaben des Klinikums sind etwa 80 Prozent der „patientennah Beschäftigten“ zweimal geimpft.

Redaktion