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Südkorea meldet neuen Höchststand bei täglichen Corona-Neuinfektionen

13:29
21.07.2021
Die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen hat in Südkorea einen Rekordwert erreicht. Am Dienstag seien 1784 Fälle gemeldet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Gesamtzahl erhöhte sich auf mehr als 182 000.

Südkorea ist zwar bisher relativ gut durch die Pandemie gekommen, sieht sich mittlerweile aber einer vierten Infektionswelle ausgesetzt. Seit zwei Wochen werden täglich mehr als 1000 Neuansteckungen erfasst, viele davon in der Metropolregion Seoul. Die Behörden sind besorgt, dass sich die Infektionswelle nun auch stärker auf andere Landesteile ausbreiten könnte. Als Gründe werden neben lokalen Ausbrüchen und der stärkeren Verbreitung der Delta-Variante des Virus auch die zunehmenden Reiseaktivitäten der Menschen im Inland genannt. Lediglich 32 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner wurden bisher einmal geimpft.

Die schärfsten coronabedingten Kontaktbeschränkungen gelten für den Großraum Seoul. Dort müssen die Bars und Nachtclubs geschlossen bleiben. Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen sind nach 18.00 Uhr untersagt. 

Kommunen sollen für Corona-Maßnahmen mehr als die Inzidenz beachten

12:42
21.07.2021
Thüringer Landkreise und kreisfreie Städte sollen beim Einführen von Corona-Schutzmaßnahmen nicht nur die Inzidenz, sondern unter anderem auch die Krankenhausbelegung beachten. Das sieht ein neuer Eindämmungserlass vor, den das Thüringer Gesundheitsministerium am Mittwoch veröffentlichte. Demnach soll die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin der Leitindikator für Corona-Maßnahmen bleiben.

Doch stärker als bisher soll auch die lokale Lagebeurteilung eine Rolle spielen. Unter anderem sollen die Intensivbettenkapazitäten und die Einweisungsraten in die Krankenhäuser beachtet werden sowie die Umstände des Infektionsausbruches und die jeweilige Impfquote.

Bei der Inzidenz sollen die Schwellenwerte bei 35, 50 und 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tage bleiben. Der Wert von 200 entfällt.

Gewerkschaft rechnet erneut mit Wechselunterricht im Herbst

12:03
21.07.2021
Schüler, Eltern und Lehrer in Thüringen müssen sich nach Einschätzung der Bildungsgewerkschaft GEW im Herbst darauf einstellen, dass es wieder Wechselunterricht geben kann. Eine Abkehr vom Präsenzunterricht werde es wegen der Pandemie wahrscheinlich zumindest phasenweise an manchen Schulen geben, sagte die GEW-Landesvorsitzende Kathrin Vitzthum am Mittwoch in Erfurt. Die Schulen bräuchten Konzepte, welche Klassenstufen zuerst in den Wechselunterricht geschickt werden sollten, «damit eine Schule, wenn es so weit ist, auch in dieses Modell umsteigen kann».

Wechselunterricht werde dann notwendig, wenn in einer Region der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten sei. Damit halte sich die GEW an entsprechende Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.