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Neun Corona-Infektionen: Hunderte Flüge in China gestrichen

09:33
21.07.2021
Nach der Entdeckung von neun Corona-Infektionen unter Mitarbeitern des Flughafens von Nanjing sind in der ostchinesischen Stadt am Mittwoch mehr als 300 Flüge gestrichen worden. Schon am Vortag waren mehr als 100 Flüge abgesagt worden, wie die Behörden berichteten. In vier Gebieten nahe des Flughafens gab es Massentests. Wer die acht Millionen Einwohner zählende Metropole verlassen will, muss jetzt einen negativen Coronatest nachweisen.

Die Infektionen waren bei Routineuntersuchungen festgestellt worden. Bei neuen Tests wurden am Mittwoch acht weitere Ansteckungen unter Mitarbeitern des Flughafens festgestellt, so dass die Gesamtzahl auf 17 stieg, wie das Staatsfernsehen berichtete. 157 enge Kontakte wurden ausgemacht. Der Vizebürgermeister von Nanjing sagte, es bestehe die Möglichkeit, dass das Virus am Flughafen aus dem Ausland eingeschleppt worden sei.

China hat das Virus weitgehend im Griff und verzeichnet meist nur lokal begrenzte, kleinere Ausbrüche. Gegenwärtig hat auch die südwestchinesische Provinz Yunnan, die an das schwer von Covid-19 heimgesuchte Myanmar grenzt, mit Infektionen zu kämpfen. Besonders die Präfektur Dehong ist betroffen. 267 Infizierte seien in Krankenhäusern, so die Nachrichtenagentur Xinhua. Darunter seien 82 lokale Übertragungen. Auch wurden 31 asymptomatische Fälle gemeldet.

Seit mehr als einem Jahr hat sich das Leben in China, wo im Dezember 2019 weltweit die ersten Infektionen mit der neuen Viruserkrankung entdeckt worden waren, wieder weitgehend normalisiert. Die Behörden verfolgen eine strenge «Null-Covid-Politik»: Bei Ausbrüchen wird sofort mit Massentests, Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverfolgung und Quarantäne reagiert. Auch gelten scharfe Beschränkungen für Einreisende, die mindestens zwei Wochen in eine Quarantäneeinrichtung müssen. Die grüne Grenze zu Myanmar ist allerdings recht durchlässig, so dass jetzt streckenweise ein hoher Grenzzaun errichtet wurde.

Drei große Impfzentren in Thüringen schließen

08:53
21.07.2021
Thüringen fährt seine Impfkapazitäten zurück. Von den derzeit vier überregionalen Impfzentren wird nur das in Erfurt über den Sommer hinaus fortgeführt. Hintergrund dafür sind auslaufende Mietverträge und anderweitig geplante Nutzungen der Hallen, aber auch die sinkende Nachfrage nach Impfterminen, wie das Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Das seit dieser Woche vorerst geschlossene Impfzentrum in der Erfurter Messehalle zieht derzeit in eine andere Halle um und wird den Angaben zufolge dann in einem Monat wieder öffnen. Das Geraer Impfzentrum in der Panndorfhalle schließt bereits ab der kommenden Woche, könne aber bei Bedarf kurzfristig wieder hochgefahren werden, hieß es. Zu Schuljahresbeginn im September soll die Panndorfhalle dann wieder für den Schulsport genutzt werden. Die Impfzentren in Leinefelde und Meiningen stellen voraussichtlich Ende August den Betrieb ein.