Frauenfußball
Der Punkt kann noch einmal viel wert sein: Beim Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen kamen die Bundesliga-Fußballerinnen des SV Werder zu einem unerwarteten 1:1 (1:0)-Unentschieden. Nach dem 0:2 gegen Jena war der Druck greifbar, gleichwohl hatte Werder-Trainer Thomas Horsch angekündigt, seine Mannschaft solle „aktiv sein und das Spiel bestimmen“. Das klappte gegen eine technisch überlegene Bayer-Elf zwar nur selten. Aber immerhin gelang ein früher Treffer: Bei einem Konter legte Melissa Friedrich die Bremerin Margarita Gideon, also durfte Michelle Ulbrich zum Strafstoß antreten und sicher zum 1:0 verwandeln. Es war ein Wirkungstreffer, von dem sich Bayer lange nicht erholen sollte. Erst kurz vor der Pause fand der Gastgeber wieder zu seinem temporeichen Angriffsspiel, Torgefahr erzielte er jedoch noch nicht. Es musste also mehr kommen von Bayer, und es kam mehr – dank Bremer Hilfe. Weil Michelle Ulbrich sich gegen Dora Zeller nur mit einem Foul zu helfen wusste, gab es auch für den Gastgeber einen Strafstoß, den Verena Wieder zum Ausgleich nutzte. Das war es dann auch vom Favoriten. Mit zunehmender Spielzeit übernahm Werder die Initiative gegen eine abbauende Bayer-Elf und verdiente sich den einen Punkt.