Handball
Rang sechs müssten die Handballer der ATSV Habenhausen erreichen in ihrer Staffel B der 3. Liga, um den Klassenerhalt sicher zu haben. "Dafür müssten wir allerdings wohl jedes der letzten fünf Spiele gewinnen", sagte Trainer Matthias Ruckh nach der jüngsten Niederlage bei der Ahlener SG. Die Bremer verloren das wegen eines positiven Corona-Tests verschobene Spiel mit 27:31 (12:14). Sie hatten die Partie gegen den Favoriten bis circa zur 40. Minute offen halten können, waren immer wieder auf Schlagdistanz herangekommen. Doch dann hätte sein Team einige Chancen nicht genutzt und sei zudem zeitweise in doppelte Unterzahl geraten, berichtete Ruck. Folge: Ahlen vergrößerte den Abstand auf Habenhausen von zwei auf fünf Tore. Dieser Rückstand ließ sich nicht mehr aufholen.
Dass das personell stark angeschlagene ATSV-Team jetzt noch fünf Spiele in Serie gewinnt, ist zwar möglich, erscheint jedoch wenig realistisch. "Wir wollen die Spiele auch als eine Art Vorbereitung nutzen für die Abstiegsrunde", sagt der Trainer. Man wolle an den sogenannten Basics arbeiten. Heißt: Die Mannschaft will in der Defensive stabiler, in der Offensive effektiver werden. Sie will, so schildert es Ruckh, "weg von dem Gedanken, dass wir ja so viele Verletzte haben".
Neben handballerischen Themen werden sich in den nächsten Wochen zwangsläufig wohl auch mathematische ergeben. Wegen der einigermaßen komplizierten Regelung, wer aus welcher Staffel in die Abstiegsrunden geht, könnte im Staffel-Finale das große Rechnen beginnen. Zum Beispiel könnte ein Sieg im letzten Spiel dazu führen, dass man mit 0:4 Punkten in die Runde geht statt mit zum Beispiel 3:1 Punkten. So wäre es für den ATSV nach aktuellem Tabellenstand. Sollte es für den ATSV quasi von Vorteil sein, am letzten Spieltag zu verlieren, "dann würde ich in eine schwierige Lage kommen", sagt Matthias Ruckh.
ATSV Habenhausen: Steffens, Sommerfeld - Heller, Kragesteen (je 5 Tore), Wählmann (4), Meier, Schluroff, Hintke, Ahrens (je 2), Feller (1/4 Siebenmeter).
Olaf Dorow