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Drosten zur neuen Virusvariante

15:30
26.11.2021
Bei der Einschätzung der in Südafrika neu entdeckten Virusvariante gibt es dem Berliner Virologen Christian Drosten zufolge noch viele offene Fragen.

So sei unklar, ob die Variante tatsächlich ansteckender ist oder ob ein anderer Faktor Grund für die momentan beobachtete Ausbreitung ist. „Für eine veränderte Krankheitsschwere gibt es derzeit keine Hinweise“, teilte Drosten am Freitag der Nachrichtenagentur dpa mit.


Die Genom-Veränderungen bei dem Erreger wiesen darauf hin, dass die Virusvariante sich der Immunabwehr entziehen könnte. „Veränderungen im Genom sind aber allein nicht ausreichend, um von einer besorgniserregenden Situation zu sprechen“, erklärte der Virologe von der Berliner Charité. Zusätzlich müsse klar sein, dass das Virus sich schneller verbreite oder andere veränderte Eigenschaften habe, beispielsweise einen schwereren Krankheitsverlauf. Die Bewertung der Variante sei noch nicht abgeschlossen. 

Teddy Jaans

Krankenhäuser arbeiten an neuen Schutzmaßnahmen

15:18
26.11.2021
Die luxemburger Krankenhäuser wollen kommende Woche neue Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus vorstellen, dies meldet RTL am Freitagnachmittag. 

Es gehe, so der Präsident der Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois, Philippe Turk darum, das CovidCheck-System konsequenter durchzusetzen sowie um Besucher und Lieferanten. 

Man sei beunruhig, was den Schutz von Patienten und Personal angeht, so Turk weiter und habe deshalb entschlossen, gemeinsam zusätzliche Maßnahmen umzusetzen - lieber zu früh, als zu spät.

Teddy Jaans

Belgien registriert ersten Fall mit neuer Coronavirus-Variante

13:28
26.11.2021
Belgien hat einen ersten Fall mit der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt. Der belgische Premierminister Alexander De Croo kündigte zudem Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an . Es sei Vorsicht erforderlich, aber keine Panik, sagte Vandenbroucke.

Gleichzeitig führt Belgien wieder strengere Regeln für private Feiern, in der Gastwirtschaft und im Nachtleben ein. „Die Situation heute ist schlimmer als alle Szenarien, die uns die Experten vorgerechnet hatten“, sagte De Croo. Bereits vor gut einer Woche hatte Belgien strengere Corona-Maßnahmen eingeführt, unter anderem eine teilweise Home-Office-Pflicht. Trotzdem schießen die Infektionszahlen in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern immer weiter in die Höhe. Laut den jüngsten Daten der Gesundheitsbehörde Sciensano wurden über 25 000 neue Infektionen pro Tag gemeldet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Jörg Tschürtz