Letztes Update:
20220420123121
Foto: Centre Hospitalier du Nord/Facebook

Klinikmitarbeiter in Ettelbrück werben für Solidarität und Verständnis

09:22
13.11.2021
"Es ist Zeit für Solidarität" - Mitarbeiter des Centre Hospitalier du Nord (CHdN) in Ettelbrück haben über Facebook einen Appell an die Öffentlichkeit gerichtet. "Schützen Sie sich und lassen Sie sich impfen. Das ist mittelfristig das Beste für Ihr soziales Leben", erklärt ein Anästhesist des Krankenhauses. Es sei nicht die richtige Zeit, um Corona-Maßnahmen zu lockern.

Solidarität geht in zwei Richtungen, erklärt ein weiterer Mitarbeiter des CHdN in dem Beitrag. "Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, dass wir die Pandemie endlich in den Griff bekommen. Wir haben einen langen Winter vor uns, es ist ein Marathon, von dem wir nicht wissen, wie viele Kilometer noch übrig bleiben."

Derzeit werden fünf Covid-Patienten im Nord-Krankenhaus intensivmedizinisch betreut. Am Samstag ist auch ein Teil der Normalstation in eine Covid-Station umgewandelt worden. Sollte die Zahl der Corona-Patienten weiter steigen, sei ein Engpass bei den Betten zu befürchten, heißt es aus Ettelbrück. Nicht-dringliche Operationen müssten dann verschoben werden. Auch Besuche seien dann nicht mehr möglich. Besonders an den Weihnachtstagen sei dies für Patienten und ihre Familien "sehr hart".  Es sei "unmenschlich", dabei zusehen zu müssen, wie ein Patient praktisch allein sterben müsse, so eine Krankenschwester.

Jörg Tschürtz

Foto: dpa/ANP/Jeroen Jumelet Menschen protestieren am Hauptbahnhof in Den Haag gegen schärfere Corona-Maßnahmen in den Niederlanden.