Unter dem Eindruck der Delta-Variante hat in Deutschland dem Robert-Koch-Institut zufolge die vierte Welle der Corona-Pandemie begonnen. Betroffen von Infektionen sind nun vorwiegend junge Leute.
Der Anteil der positiven Proben unter den PCR-Tests in Laboren sei binnen einer Woche bis Mitte August von vier auf sechs Prozent gestiegen, heißt es im jüngsten Wochenbericht des Instituts vom Donnerstagabend.
Auch die 7-Tages-Inzidenzen haben sich seit Anfang August fast verdreifacht und lagen am Freitag im deutschlandweiten Mittel wieder bei fast 50 (48,8) gerechnet auf 100. 000 Einwohner. Angesteckt haben sich die Bundesbürger dabei zum Teil auch in Urlaubsländern, zum Beispiel auf dem Balkan, in der Türkei oder in Spanien.
Inzwischen sind die Schwankungen der Wochen-Inzidenzen nicht nur je nach Bundesland groß - von 83,4 registrierten Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner am Freitag in Nordrhein-Westfalen und 12,6 in Thüringen. Auch die Quoten in den Altersgruppen klaffen weit auseinander. So lag die 7-Tages-Inzidenz bei den 15- bis 34-Jährigen im Wochentrend-Bericht vom Donnerstag bei rund 86. Bei Menschen ab 60, die oft schon doppelt geimpft sind, rangiert dieser Wert lediglich bei 10.
Insgesamt haben derzeit rund 64 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfung gegen Covid-19 bekommen. Mehr als 58 Prozent wurden bereits vollständig gegen das SARS-CoV-2-Virus immunisiert.