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Masken verschwinden in Dänemark auch aus Bussen und Bahnen

16:21
13.08.2021
Auch die letzten Masken in Dänemark fallen: Ab Samstag muss man auch dann keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, wenn man in Bus, Bahn oder Fähre steht. Die Maskenpflicht für stehende Passagiere im öffentlichen Nahverkehr sollte ursprünglich am 1. September aufgehoben werden, fällt nun aber bereits jetzt, wie das dänische Verkehrsministerium am Freitag mitteilte.

Grund dafür ist, dass die Empfehlung der Gesundheitsbehörden zum Einhalten eines Ein-Meter-Abstandes im öffentlichen Raum gestrichen worden ist. Dass auch die Pflicht zum Maskentragen abgeschafft wird, sei „eine natürliche Folge“ davon, erklärte das Ministerium.

Bereits seit Mitte Juni müssen die Däninnen und Dänen kaum noch Maske tragen. Einzige Ausnahme bleibt nun der Luftverkehr: Fliegt man, gilt die Anforderung eines Mund-Nasen-Schutzes nämlich noch immer, da der Luftverkehr nach Angaben des Verkehrsministeriums unter internationale Regeln fällt.

Im Zuge weitreichender Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind die Neuinfektionszahlen in Dänemark in den vergangenen Monaten nach oben gegangen, seit einiger Zeit haben sie sich aber stabilisiert. In den jüngsten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC weist Dänemark eine 14-Tages-Inzidenz auf, die fünfmal so hoch wie in Deutschland ist. Hauptsächlich jüngere Däninnen und Dänen in den größeren Städten stecken sich derzeit mit dem Corona-Virus an.

Sarah Cames

Deutschlandweite Corona-Inzidenz steigt schnell - Jetzt über 30

15:31
13.08.2021
Binnen einer Woche hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Deutschland um rund ein Drittel auf nun 30,1 erhöht. Am zweiten Tag in Folge meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) deutlich mehr als 5000 Neuinfektionen.

Am Freitag waren es laut RKI-Dashboard (Stand 03.59 Uhr) 5578, nach 5638 am Vortag, die höchsten Tageswerte seit Ende Mai. Das Niveau von Ende voriger Woche lag bei etwa 3500. Um eine stärkere Corona-Ausbreitung zu verhindern, sind laut RKI Labortests auch bei Kindern und Geimpften mit leichten Symptomen wichtig. Die Zahl der erfassten wöchentlichen PCR-Tests entwickelte sich zuletzt rückläufig.

Nach RKI-Daten ist deutschlandweit mittlerweile fast nur noch die Delta-Variante im Spiel - die zuerst in Indien entdeckte, deutlich ansteckendere Mutante. Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter gilt bereits als erschwert. Amtsärzte erklärten das auch mit der relativ kurzen Dauer von Kontakten, die bei Delta für eine Ansteckung ausreichen können, etwa Begegnungen im Vorbeigehen.

Die Inzidenz war bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend heißt es, diese Werte befänden sich derzeit auf niedrigem Niveau. Das dürfte auch daran liegen, dass zuletzt vor allem Menschen unter 50 Jahren positive Testergebnisse erhielten. Laut einer Modellierung, die diese Woche erschienen ist, bleibt die Inzidenz trotz der Impfungen ein wichtiger Frühwarnwert zur Einschätzung der anstehenden Belegung von Intensivbetten, es könnten demnach aber höhere Inzidenzen als bisher toleriert werden.

Deutschlandweit wurde nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 24 gewesen. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf insgesamt 91.853.

Sarah Cames