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Wieder strengere Corona-Regeln in Frankreichs Südwesten

10:46
16.07.2021
Wegen vieler Neuinfektionen hat das südwestfranzösische Département Pyrénées-Orientales seine Corona-Regeln verschärft. Ab Samstag gilt in dem Grenzgebiet zu Spanien tagsüber wieder eine Maskenpflicht im Freien, wie die Präfektur am Freitag mitteilte. Ausgenommen seien der Strand sowie große Naturgebiete. In der Öffentlichkeit soll ab dem Wochenende auch kein Alkohol mehr getrunken werden dürfen. Die Regeln gelten vorerst bis Anfang August.

In dem Département stieg die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen deutlich. Auf 100.000 Menschen kamen innerhalb einer Woche zuletzt etwa 211 Ansteckungen. Landesweit lag der Wert zuletzt bei 46. Die Maskenpflicht im Freien war in Frankreich erst vor einem Monat aufgehoben worden.

Unterdessen brechen in die Diskussionen über die von Präsident Emmanuel Macron verkündeten Verschärfung der Corona-Regeln nicht ab. Anfang der Woche hatte Macron eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal angeordnet. Außerdem soll die Pflicht für einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis deutlich ausgeweitet werden und ab August auch etwa in Fernzügen und Restaurants gelten.

Am französischen Nationalfeiertag am Mittwoch demonstrierten landesweit knapp 20.000 Menschen gegen die neuen Auflagen. Republikaner und Zentristen aus dem mehrheitlich konservativen Senat kündigten zudem an, die Ausweitung der Nachweispflicht verfassungsrechtlich prüfen zu lassen. In der kommenden Woche soll sich der Senat mit dem Vorhaben beschäftigen. Er ist das Oberhaus des Parlaments.

Sarah Cames

Corona-Inzidenz in Deutschland steigt sprunghaft

10:05
16.07.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland erneut sprunghaft gestiegen, auch wenn sie noch auf niedrigem Niveau rangiert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen lag sie bei 8,6 - am Vortag betrug der Wert 8,0 und davor 7,1. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1456 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.04 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 949 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 18 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 49 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 741 781 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus entscheidende Reproduktionszahl ist zuletzt ebenfalls drastisch gestiegen. Der sogenannte R-Wert lag nach RKI-Daten vom Freitag bei 1,38 (Vortag 1,33) und befand sich damit seit rund zehn Tagen über dem Wert von 1. Die Zahl bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 138 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert anhaltend über 1, steigen die Fallzahlen.

Sarah Cames