Letztes Update:
20220420123121

UN: Knapper Impfstoff verhindert schnelle Tourismuserholung weltweit

06:51
30.06.2021
Die schleppenden Corona-Impfkampagnen in vielen Ländern machen eine schnelle Erholung vieler Tourismusregionen zunichte. Betroffen sind vor allem ärmere Länder, wie die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) und die UN-Tourismusorganisation (UNWTO) am Mittwoch in Genf berichteten.

Im vergangenen Jahr haben demnach direkte und indirekte Folgen des Tourismuseinbruchs das Bruttoinlandsprodukt - die Produktion von Waren und Dienstleistungen nach Abzug aller Vorleistungen - weltweit um schätzungsweise 2,4 Billionen Dollar (etwa zwei Mrd Euro) geschmälert. Nach UNWTO-Angaben waren international etwa eine Milliarde weniger Touristen unterwegs als im Jahr davor, ein Einbruch von 73 Prozent.

Auch in diesem Jahr sei im Vergleich zu 2019 ein Minus von 1,7 bis 2,4 Billionen Dollar zu befürchten - vor allem, wenn das Impftempo in Ländern mit niedrigen Einkommen nicht rasch anziehe. Entsprechend litten diese Länder am meisten, während die Erholung in reichen Ländern mit hohen Impfraten - etwa Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Großbritannien und die USA - schneller komme. Allerdings dürften frühestens 2023 wieder so viele Touristen international unterwegs sein wie vor der Pandemie, so die Organisationen. Viele Länder haben ihre Reisebeschränkungen noch nicht aufgehoben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von Impfnationalismus in reichen Ländern und moralischem Versagen. Einige Regierungen hätten einen Großteil des knappen Impfstoffs aufgekauft statt sich einer solidarischen Verteilung in aller Welt anzuschließen. Während mancherorts bereits junge gesunde Menschen geimpft würden, setzten Pflegekräfte in anderen Ländern ihr Leben bei der Versorgung von Corona-Kranken täglich aufs Spiel, ohne selbst geimpft zu sein.

Sarah Cames

Keine neuen Corona-Todesfälle im Saarland

05:43
30.06.2021
Weitere Entspannung der Corona-Lage im Saarland: Binnen 24 Stunden wurde kein Todesfall gemeldet, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (Stand 03.14 Uhr) am Mittwoch hervorgeht.

Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Coronavirus starben, beträgt 1.019 seit Beginn der Pandemie. Es wurden zwölf neue Corona-Infektionen registriert. Die Inzidenz, also die Zahl der Infizierten pro 100 000 Einwohner an sieben aufeinanderfolgenden Tagen, sank auf 6,6. Am Vortag hatte sie bei 7,3 gelegen.

Auf den saarländischen Intensivstationen lagen nach Daten des Divi-Registers (Stand 7.19 Uhr) elf Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung. Acht von ihnen mussten beatmet werden.

Teddy Jaans