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Corona-Fall bei der EM - und was dann? Die UEFA-Regeln

12:22
07.06.2021
In gesonderten Regeln hat die Europäische Fußball-Union die Folgen eines oder mehrerer positiver Corona-Tests bei einem der 24 EM-Teilnehmer festgelegt. Eine Übersicht:

- Ein Spiel wird angepfiffen, solange ein Team 13 Spieler, darunter einen Torhüter, zur Verfügung hat.

- Um diese Marke zu erreichen, können zusätzliche Spieler berufen werden, die noch nicht auf der Kaderliste der ursprünglichen 26 Spieler standen. Wenn zusätzliche Spieler berufen werden, muss eine entsprechende Zahl an Spielern aus dem 26er-Kader gestrichen werden.

- Wenn ein Team das Minimum von 13 Spielern nicht erreicht, kann das Spiel innerhalb der nächsten 48 Stunden neu angesetzt werden. «Wenn ein Spiel verschoben werden muss, aber im gleichen Stadion stattfinden kann, dann wird es am folgenden Tag um 12.00 Uhr oder 15.00 Uhr angepfiffen», sagte UEFA-Turnierdirektor Martin Kallen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Man habe auch die Möglichkeit, in ein Stadion auszuweichen, das nicht zu den elf EM-Arenen gehöre.

- Wenn eine Verlegung unmöglich ist, entscheidet die UEFA-Disziplinarkommission. Das Team, das für die die Absage verantwortlich ist, wird mit 0:3 als Verlierer gewertet.

(dpa)

Kinderärzte: Stehen für Impfwillige ab 12 Jahren bereit

12:22
07.06.2021
Viele Kinderärzte stehen für die seit Montag auch für Heranwachsende ab 12 Jahren mögliche Schutzimpfung gegen das Coronavirus bereit. Die niedergelassenen Kinderärzte immunisierten bereits seit Wochen junge Patienten ab 16 Jahren, primär die besonders gefährdeten Jugendlichen mit Vorerkrankungen, schilderte eine Sprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Da die Ständige Impfkommission (Stiko) für die Gruppe ab 12 Jahren bisher keine generelle Impfempfehlung gegeben habe, sei der individuelle Beratungsbedarf in den Praxen groß. Zudem fehle Impfstoff.

Eine Immunisierung mit dem Vakzin von Biontech ist seit Montag auch für Kinder ab 12 Jahren erlaubt. Zuvor war er erst ab 16 Jahren frei. Schon jetzt seien mehr als 50 Prozent der Kinder- und Jugendärzte an der Impfkampagne beteiligt, sagte Verbandssprecherin Christiane Thiele. Es gebe dabei einen kleineren Teil, der nur streng nach Stiko-Empfehlung immunisiere und einen ebenfalls kleineren Teil, der jeden jungen Patienten impfe, der dies wünsche. Die große Mehrheit der Kinder- und Jugendärzte liege zwischen diesen beiden Positionen.

In jedem einzelnen Fall müsse ausführlich in der Praxis beraten und beurteilt werden, ob eine Impfung sinnvoll sei. «Wir haben viele Jugendliche, aber auch schon Kinder im Alter von 12, 13 Jahren, die sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigen und selbst nach einer Impfung fragen», berichtete die Kinderärztin. Aktuell sei ein großes Problem der viel zu knappe Impfstoff.

«Wir erfahren immer erst am Donnerstag, was am folgenden Montag geliefert wird.» Da Biontech für Erstimpfungen derzeit stark rationiert sei, erhielten viele Kinderarztpraxen nur eine einstellige Zahl Impfdosen für eine ganze Woche - bei mehr als 100 jungen Patienten auf der Warteliste. Zudem erschwerten die nahenden Schulferien die Planungen zusätzlich. Auch wenn die Priorisierung für alle Altersgruppen offiziell aufgehoben ist, impfen Kinderärzte der Verbandssprecherin zufolge zunächst auch weiter vor allem ihre gefährdeten Patienten, etwa mit Down-Syndrom oder Herz- und Lungenerkrankungen.

(dpa)

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