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Merkel und Laschet verteidigen Spahn im Masken-Streit mit der SPD

10:54
07.06.2021
Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Chef Armin Laschet haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Vorwürfe um die Verteilung von angeblich minderwertige Corona-Masken an Menschen mit Behinderung und Obdachlose verteidigt. Merkel sagte am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer hybriden Sitzung des CDU-Vorstands, die Vorwürfe seien von Fakten nicht gedeckt. Die SPD versuche, die Pandemie-Politik in ein schlechtes Licht zu stellen. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung über entsprechende Äußerungen der Kanzlerin berichtet.

Merkel sagte nach den Informationen aus Teilnehmerkreisen: «Wir alle unterstützen Jens Spahn.» Die Argumentation des Bundesgesundheitsministeriums sei hieb- und stichfest. Nach «Bild»-Informationen hatte Merkel in der Präsidiumssitzung vor der großen Vorstandsrunde gesagt: «Wenn ich sehe, was mit Jens passiert: Das entbehrt wirklich jeder Sachgrundlage.» Sie habe von einem Versuch gesprochen, «durch negative Stimmung Schaden anzurichten». Dies sei «fernab von dem, was man guten Umgang nennt». Sie habe die Runde aufgefordert: «Wir müssen jetzt dagegenhalten.»

Laschet kritisierte nach Teilnehmerangaben im Vorstand: «Das ist der Versuch der SPD, mit Negative Campaigning Punkte zu sammeln, und es funktioniert nicht.» Die SPD spiele mit den Ängsten der Menschen, wenn sie solche Sachen über Masken in die Welten setze. Die SPD wolle der CDU schaden. Mit Blick auf SPD-Chefin Saskia Esken habe Laschet gesagt: «Was Frau Esken da macht, hat mit Anstand nichts zu tun.»

Spahn hatte die Vorwürfe am Morgen bei seinem Eintreffen zu den Beratungen scharf zurückgewiesen. Er ergänzte: «Es war übrigens eine Idee des Arbeitsministeriums selbst, mit einem Sonderkontingent an Obdachlose und Eingliederungshilfe Masken zu verteilen.» Entscheidend sei, dass es bei allem, was die Regierung tue, um Masken gehe, die sicher seien und den Infektionsschutz gewährleisteten. Genau darauf hin seien alle Masken, die verteilt worden seien, geprüft worden. 

(dpa)

Altmaier: Rund drei Millionen Impfungen durch Betriebsärzte im Monat

10:52
07.06.2021
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht in der Einbeziehung der Betriebsärzte in die Impfkampagne einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus. «Das ist ein weiterer großer Fortschritt in der Impfstrategie. Die Betriebsärzte haben auf diesen Tag gewartet und sind bereit, heute loszulegen. Das wird nochmal einen deutlichen Unterschied machen», sagte der CDU-Politiker am Montag im RTL/ntv-«Frühstart». Diese Woche erhielten die Betriebsärzte rund 700 000 Impfdosen. Das sei eine beträchtliche Zahl. Sie werde wachsen, wenn sich das Impfen einspiele. Altmaier ging von rund drei Millionen Impfungen pro Monat durch Betriebsärzte bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Familienangehörigen aus.

Die Betriebsärzte starten an diesem Montag mit den Impfungen, laut Betriebsärzteverband haben rund 6300 Kollegen Impfstoff angefordert. In der ersten Woche sollen sie insgesamt 702 000 Dosen bekommen. Sie starten zunächst mit dem Präparat von Biontech/Pfizer. 

(dpa)

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