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Erneut Konflikte zwischen Feiernden und Polizei am Wochenende

11:56
06.06.2021
Am Wochenende sind erneut in mehreren Städten im Südwesten Hunderte Menschen im Freien zum Feiern zusammengekommen und dabei auch mit der Polizei aneinandergeraten. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden verletzt - darunter auch Polizisten. Aufgrund des regnerischen Wetters blieben Konflikte mancherorts aber auch aus.

In Tübingen hatte die Polizei am Samstag eine Ansammlung von etwa 300 Menschen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln aufgelöst. Die Menschen tranken demnach Alkohol und versetzten sich «mehr und mehr in Feierlaune», wie die Polizei mitteilte. Als die Beamten die Gruppen aufforderten, nach Hause zu gehen, wurden sie demnach beschimpft. Bei der Räumung seien auch zwei Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden. Beamte nahmen den mutmaßlichen Täter fest.

In der Nacht kam es auch zu mehreren Auseinandersetzungen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden. Nach einer Schlägerei wollten Beamte einen Mann festnehmen. Daraufhin solidarisierten sich mehrere Menschen mit dem Verdächtigen und griffen die Beamten an. Dabei wurden den Angaben nach vier Polizisten leicht verletzt. Einer habe seinen Dienst nicht fortsetzen können, hieß es.

Auch in der Nacht zu Sonntag kamen in der Innenstadt von Tübingen bis zu 600 Menschen zusammen. Da sich nicht alle an die Corona-Regeln hielten, wurde eine Parkanlage demnach ohne größere Zwischenfälle von der Polizei geräumt.

Auch in Ravensburg haben in der Nacht auf Samstag Hunderte Menschen laut Polizei gegen die Corona-Regeln verstoßen. Dabei sei es auch zu Randale gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatten sich im Bereich der Veitsburg bis zu 400 Menschen getroffen. Sie hörten den Angaben nach lautstark Musik und tanzten. Anwohner hatten den Beamten zuvor Ruhestörungen gemeldet.

Die Stimmung war laut Polizei aggressiv. Die Einsatzkräfte seien aus den Gruppen heraus massiv beleidigt worden. Als die Menschen die Burg oberhalb von Ravensburg verlassen hatten, kam es in der Innenstadt zu mehreren Zwischenfällen. Es seien eine Vielzahl von Mülltonnen und die Außenbestuhlung mehrerer Gaststätten umgeworfen worden. Zudem stahlen Unbekannte die Kennzeichen eines Polizeiautos.

In Stuttgart und Heidelberg blieb es dagegen ruhig. Die Sperrung der Freitreppe auf dem Schlossplatz habe ihre Wirkung gezeigt, sagte ein Sprecher der Stuttgarter Polizei. Es seien in der Nacht auf Samstag zwar sehr viele Menschen unterwegs gewesen, doch Zwischenfälle blieben demnach aus. Auch die Nacht auf Sonntag blieb in der Landeshauptstadt ruhig. Auf der Neckarwiese in Heidelberg verzeichnete die Polizei ebenso ruhige Abende. In der Nacht zu Sonntag vertrieb vor allem der Regen die Feiernden.

In den vergangenen Wochen war es in Baden-Württemberg immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen jungen Menschen und der Polizei gekommen. Größere Gruppen hatten etwa am Stuttgarter Schlossplatz oder auf der Heidelberger Neckarwiese randaliert. Dabei waren auch Polizisten verletzt worden, etwa durch Flaschenwürfe.

(dpa)

Große Impfbereitschaft bei jungen Menschen in Deutschland

11:04
06.06.2021
Die Bereitschaft jüngerer Menschen in Deutschland zu einer Corona-Impfung ist laut einer Umfrage grundsätzlich hoch. Nach den Ergebnissen der im April durchgeführten Befragung würden sich 58 Prozent der 16- bis 26-Jährigen impfen lassen, wenn sie am nächsten Tag ein Impfangebot bekämen. Die Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der TUI Stiftung lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 47 Prozent dieser Impfwilligen würden sich «ohne jeden Zweifel» impfen lassen, 9 Prozent «mit einem schlechten Gefühl».

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist bereits von Anfang an für Menschen ab 16 zugelassen gewesen. Grünes Licht für die Zulassung ab 12 bekam das Präparat Ende Mai.

Am Montag fällt in Deutschland die Priorisierung weg, durch die Corona-Impfungen bisher vor allem Älteren, Menschen mit Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen vorbehalten waren. Bund und Länder wollen allen Minderjährigen ab 12 im Sommer ein Impfangebot machen. Die Ärzteschaft mahnte wegen der begrenzten Impfstoffmengen zu Geduld.

16 Prozent sagten bei der im April durchgeführten Umfrage, sie würden erst einmal abwarten, bis mehr Menschen geimpft seien. Lediglich 15 Prozent gaben an, sich nicht impfen lassen zu wollen.

(dpa)

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