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20210606110455

Taiwan bekommt 750 000 Corona-Impfdosen aus erster US-Spende

11:04
06.06.2021
Taiwan wird als eines der ersten Länder Corona-Impfstoff aus einer Spende der USA erhalten. Für das Land seien 750 000 Einheiten vorgesehen, sagte die US-Senatorin Ladda Tammy Duckworth am Sonntag bei ihrer Ankunft in Taiwans Hauptstadt Taipeh, wie die staatliche Nachrichtenagentur Central News Agency berichtete. Wegen des dringenden Bedarfs und der Partnerschaft sei es für die USA entscheidend gewesen, dass Taiwan in die erste Gruppe der Empfängerländer komme. Unbekannt war zunächst, von welchem Hersteller der Impfstoff stammen wird.

Die US-Regierung hat zugesagt, anderen Staaten bis Ende Juni 80 Millionen Dosen zu spenden. Am Freitag war bekanntgeworden, dass Washington das südkoreanische Militär mit einer Million Dosen des Präparats von Johnson & Johnson unterstützt.

Taiwans Außenminister Joseph Wu sagte beim Empfang der US-Delegation, das Land sei «sehr dankbar», in die Planung der US-Regierung eingebunden zu sein. Der mit Duckworth mitgereiste US-Senator Chris Coons verwies auf die schwierige Lage Taiwans, Zugang zu sicheren und wirkungsvollen Impfstoffen zu bekommen. Taiwan ist auf Druck Chinas nicht Mitglied der Weltgesundheitsorganisation (WHO). China sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland abspaltete, als abtrünnige Provinz und nicht als unabhängigen Staat an und versucht, es international zu isolieren.

Seit Beginn der Pandemie hat das Land mit seinen knapp 24 Millionen Einwohnern nach Angaben der für Epidemien zuständige Behörde CECC 11 298 Infektionen verzeichnet. 260 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahlen hatten zuletzt deutlich zugelegt. Am Sonntag meldete CECC 343 neue Fälle und 36 Tote.

(dpa)

Dresdner Quarantäne-Hochhaus: Sieben weitere Corona-Infektionen

09:36
06.06.2021
Sieben weitere Bewohner des unter Quarantäne stehenden Hochhauses in Dresden sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hätten die analysierten Proben von den 170 Bewohnern ergeben, teilte die Stadt am späten Samstagabend mit. Bei drei positiv Getesteten besteht zudem der Verdacht auf eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde. Die Ergebnisse müssen noch durch eine sogenannte Sequenzierung bestätigt werden. Ein Bewohner des Studentenwohnheims war am 1. Juni nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben - bei ihm besteht der Verdacht auf die als besonders ansteckend geltende Virusvariante.

Das Gesundheitsamt hatte am Donnerstagnachmittag Quarantäne für das gesamte Studentenwohnheim verhängt. Die Quarantäne bleibt nach Angaben der Stadt auch vorerst bestehen. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ermittelten nun, ob die negativ getesteten Bewohner tatsächlich keinen Kontakt zu Infizierten hatten. Erst dann könne nach und nach die Quarantäne für Einzelne aufgehoben werden, hieß es.

(dpa)

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