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RKI: Infektionszahlen über den Sommer weiter senken

09:28
01.06.2021
In der Corona-Pandemie hat der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) zu einem weiteren Absenken der Infektionszahlen über den Sommer aufgerufen. Mit den zuletzt sinkenden Fallzahlen und einer sich entspannenden Lage auf Intensivstationen gebe es zwar gute Nachrichten, sagte Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Aber auch wenn sich nun jeder Normalität und Alltag wünsche, sei die Pandemie noch nicht vorbei.

Wieler erinnerte daran, dass viele Millionen Menschen im Land noch nicht geimpft seien, daher seien nur vorsichtige Öffnungsschritte möglich. Anhand von Modellierungen gehe das RKI davon aus, dass bei kontrolliertem Öffnen kein weiteres exponentielles Wachstum der Fallzahlen zu erwarten sei und dass die Belastung auf den Intensivstationen in den nächsten acht Wochen immer niedriger werde.

Es sei ein großer Erfolg, dass die dritte Welle gebrochen worden sei, sagte Wieler. «Jetzt müssen wir diesen Erfolg nutzen, um die Infektionszahlen weiter zu senken. Lassen Sie uns dafür den Sommer nutzen.» Auch international gelte es, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Um weitgehend auf Maßnahmen verzichten zu können, müssten «mehr als 80 Prozent» der Menschen im Land einen Immunschutz haben, durch vollständige Impfung oder durchgemachte Infektion plus Impfung, bekräftigte der RKI-Präsident. Eine einmalige Impfung biete noch nicht ausreichend Schutz vor einer Infektion.

(dpa)

Kontrollen von Schnelltestzentren im Kreis Böblingen

09:17
01.06.2021
Die rund 80 Corona-Schnellteststellen im Kreis Böblingen müssen sich auf unangemeldete Kontrollen einstellen. Sie sollen in der nächsten Woche starten, wie das Landratsamt am Dienstag mitteilte. Es gebe den einen oder anderen Hinweis aus der Bevölkerung.

«Nicht überall läuft es, wie es soll», wurde die Leiterin des Gesundheitsamtes Anna Leher in einer Mitteilung zitiert. Die Anforderungen an die Teststellen habe das Land in einer Allgemeinverfügung klar geregelt, aber sie würden nicht immer so eingehalten, wie man das erwarten würde. Konkret geht es beispielsweise um Verstöße gegen Hygienerichtlinien oder auch gegen Datenschutzvorgaben. «Es werden uns Fälle berichtet, wo Testbescheinigung ohne Eintrag eines Datums herausgegeben werden, damit sie auch später genutzt werden können.»

Oder die in der Allgemeinverfügung geforderten Anforderungen an Räumlichkeiten und Infrastruktur einer Teststelle seien nicht erfüllt. Das wären beispielsweise fehlende Abstandsmarkierungen, eine unkoordinierte Terminvergabe, fehlende Schutzkleidung und ein schlechtes Lüftungskonzept bis hin zu gänzlich falschem Testgebaren. Leher sagte: «Gerade jetzt, wo wir mehr und mehr lockern können, kommt dem Instrument der Testung eine immer wichtigere Rolle zu.»

Die relativ geringen Anforderungen für die Zulassung solcher Teststationen hatte in den vergangenen Wochen zu einer schnell wachsenden Zahl neuer solcher Einrichtungen in ganz Deutschland geführt. Der Bund überweist den Testzentren 18 Euro pro durchgeführtem Antigen-Schnelltest. Nun aber gibt es Berichte über möglichen Abrechnungsbetrug bei den sogenannten Corona-Bürgertests.

(dpa)

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