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20210604081309

Stiko-Chef: «Keine Empfehlung für alle gesunden Kinder zu erwarten»

07:41
04.06.2021
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat in der Debatte um Corona-Kinderimpfungen angedeutet, dass es keine generelle Empfehlung geben wird. «Es ist keine generelle Empfehlung der Stiko für alle gesunden Kinder zu erwarten», sagte Mertens am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». Für die Empfehlung einer Impfung bei allen gesunden Kindern reichten die Daten bei weitem nicht aus.

Die Experten haben demnach viele verfügbare Daten aus Studien zusammengetragen. «Es sind alle Ergebnisse so, dass man sicher daraus keine Argumentation für eine generelle Impfung aller gesunden Kinder ableiten kann». In den nächsten Tagen will die Stiko ihre Empfehlung offiziell bekanntgeben.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte Mertens um Verständnis für die zögerliche Haltung bei Kinderimpfungen geworben. In der Debatte seien viele Argumente «leichthin genannt worden, die einer Nachprüfung nicht standhalten», kritisierte Mertens. So sei es zum Beispiel «nicht besonders sinnvoll», das Thema Schule mit der Impfdebatte zu verknüpfen. «Die Stiko - und ich glaube auch viele andere vernünftige Leute - halten diese sprachliche Verbindung von Impfung als Voraussetzung für das normale Leben der Kinder für einen Irrweg.»

(dpa)

Britische Reisebranche empört über Verschärfung von Reiseregeln

07:41
04.06.2021
Die auf Erholung hoffende britische Reisebranche hat die Verschärfung der Corona-Reiseregeln ihrer Regierung scharf kritisiert. Die Änderungen seien «unglaublich enttäuschend und verwirrend», sagte ein British Airways-Sprecher am Freitag laut «Sky News». Die hohe Impfquote in Großbritannien, die auch in anderen Ländern zunehme, solle es eigentlich ermöglichen, mehr Länder auf die «grüne Liste» ohne Quarantänepflicht nach der Rückkehr zu setzen.

Die Regierung hatte am Donnerstag Portugal nach nur drei Wochen von der Liste entfernt und keinerlei weitere Länder hinzugefügt. So ist aktuell aus fast allen Ländern in Europa nach der Rückkehr eine mindestens fünftägige Quarantäne Pflicht - bei Hochrisikogebieten sogar für zehn Tage im Hotel. Die irische Billig-Airline Ryanair beklagte laut «Sky News», es gebe keine Rechtfertigung für die Einstufung Portugals.

Der Chef des größten Londoner Flughafens Heathrow, John Holland-Kaye, warf der Regierung vor, der Branche «einen weiteren verlorenen Sommer für die Reisebranche» zu bescheren. Das Land müsse dringend Regeln für geimpfte Ankommende einführen, verpflichtende Tests günstiger machen und Flugverbindungen mit wichtigen Handelspartnern wieder ermöglichen.

(dpa)

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