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Mittelalter-Baustelle «Campus Galli» erhält Corona-Nothilfe vom Land

03:59
04.06.2021
Mit mittelalterlichen Methoden bauen Handwerker und Freiwillige in Oberschwaben seit 2013 eine Klosterstadt. Weil in der Corona-Pandemie weniger Besucher auf die Baustelle kamen, greift das Land dem Mammut-Projekt nun finanziell unter die Arme.

Die Mittelalter-Baustelle «Campus Galli» erhält 425 000 Euro als Corona-Nothilfe vom Land. Wie das Wissenschaftsministerium am Freitag mitteilte, soll mit dem Geld die Fortsetzung des Mammut-Projekts bei Meßkirch (Landkreis Sigmaringen) gesichert werden. «Campus Galli ist eine in Baden-Württemberg einzigartige Einrichtung und hat Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus», sagte Ministerin Theresia Bauer (Grüne).

Nach einer ersten Zahlung im Dezember 2020 greift das Land dem coronabedingt in Finanznot geratenen Projekt demnach mit insgesamt 571 000 Euro unter die Arme. Das Freilichtmuseum sei «nicht nur eine touristisch relevante Einrichtung, sondern auch herausragend in seiner Bedeutung als Projekt der kulturellen Bildung», begründete Wissenschaftsministerin Bauer die Entscheidung.

Seit 2013 bauen Handwerker und Ehrenamtliche auf dem «Campus Galli» mit den Mitteln des neunten Jahrhunderts eine Klosterstadt. Grundlage dafür ist der «St. Galler Klosterplan» aus dem frühen Mittelalter, der nie verwirklicht wurde. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, ist als Freilichtmuseum aber auch für Besucher geöffnet. Coronabedingt waren die Gästezahlen im vergangenen Jahr nach Angaben des Trägervereins zurückgegangen.

Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie seien immer noch nicht abschätzbar, sagte der Geschäftsführer des Vereins, Hannes Napierala. «Sicher ist, dass wir frühestens 2022 wieder auf den Stand 2019 kommen werden.» Die Einschränkungen durch Corona seien dieses Jahr noch zu groß, außerdem sei der Besucherandrang wegen des ungewöhnlich kühlen Wetters im Mai verhalten gewesen.

(dpa)

RKI registriert 3165 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 29,7

03:58
04.06.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3165 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7380 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 29,7 an (Vortag: 34,1; Vorwoche: 39,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 86 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 192 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 695 633 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 527 000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89 026 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

(dpa)

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