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Großflächiges Impfen bei Volkswagen soll zum 10. Juni beginnen

14:31
03.06.2021
VW will die eigenen Beschäftigten nach dem Ende der Risikogruppen-Priorisierung und Abschluss erster Modellprojekte nun ab der kommenden Woche flächendeckend gegen das Coronavirus impfen. Am Donnerstag (10. Juni) sollen die Betriebsärzte an allen deutschen Standorten der Kernmarke in Niedersachsen, Sachsen sowie Hessen (Kassel) «im größeren Maßstab» loslegen, heißt es in der jüngsten Ausgabe der Mitarbeiterzeitung «Mitbestimmen». Dabei bekommen Kolleginnen und Kollegen, die in der Produktion arbeiten, intern Vorrang vor anderen Belegschaftsgruppen etwa aus der Verwaltung.

Am Montag (7. Juni) fällt die feste Reihenfolge von Prioritätsgruppen bei der Immunisierung gegen den Covid-19-Erreger in Deutschland grundsätzlich weg. Allerdings bedeutet das nicht, dass überall schon Impfstoff in ausreichenden Mengen verfügbar ist. Daher sind auch bei Betriebsärzten oft noch gewisse Warte- und Planungszeiten nötig.

Volkswagen hatte bereits mehrere eigene Impfzentren aufgebaut und in den vergangenen Wochen an Testläufen für verschiedene Firmen in Niedersachsen teilgenommen. Bis spätestens Ende Juni sollen jetzt sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des größten deutschen Konzerns ein Schreiben mit einem persönlichen Impfangebot erhalten. Per beigefügtem TAN-Code können sie dann ihren Termin reservieren.

Der Chef des VW-Gesundheitswesens, Lars Nachbar, betonte, man wolle ein «schnellstmögliches» Angebot für alle. Die Impfstoff-Lieferungen würden aber wohl erst kurzfristig eintreffen, weshalb Termine nur «von Woche zu Woche» freigegeben würden. Betriebsratschefin Daniela Cavallo sagte: «Ich hoffe, dass jetzt viele das Angebot annehmen.»

(dpa)

Umfrage: Nur 35 Prozent der Deutschen zufrieden mit EU-Corona-Politik

13:31
03.06.2021
Die Menschen in Deutschland sehen die EU-Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie einer Umfrage zufolge deutlich kritischer als andere Europäer. Nur 35 Prozent der Befragten in der Bundesrepublik waren mit den Maßnahmen zufrieden, im Vergleich zu 48 Prozent im EU-Durchschnitt. Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten neuen Eurobarometer unter knapp 27 000 Menschen hervor. Auch EU-weit ist eine knappe Mehrheit von 50 Prozent unzufrieden, in Deutschland 63 Prozent.

Die EU-Kommission hatte unter anderem die Beschaffung von Corona-Impfstoff für alle 27 Mitgliedsstaaten übernommen. Als im Frühjahr Nachschub fehlte, löste dies in Deutschland Kritik aus. Weitere EU-Maßnahmen waren die Versuche, die Abwehr der Pandemie zu koordinieren sowie die Beschlüsse für gemeinsame Wiederaufbauhilfen zur Erholung der Wirtschaft.

In der Umfrage im Auftrag des Europaparlaments im März und April meldete fast jeder Dritte (31 Prozent) negative Auswirkungen der Pandemie auf die persönliche finanzielle Situation. Weitere 26 Prozent fürchteten, dass dies noch kommt. In Deutschland war der Anteil geringer: 24 Prozent spüren die Folgen der Pandemie bereits im Geldbeutel, weitere 19 Prozent fürchten dies.

Trotzdem äußerten EU-weit und auch in Deutschland 58 Prozent der Befragten die Ansicht, dass der gesundheitliche Nutzen der Sperrmaßnahmen in ihrem Land den wirtschaftlichen Schaden überwiege. In der zweiten Jahreshälfte 2020 schätzte noch eine knappe Mehrheit die wirtschaftlichen Schäden als wichtiger ein, wie das Europaparlament weiter mitteilte.

(dpa)

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