Letztes Update:
20210602153749

Lockerung für Außengastronomie bei Inzidenz unter 35 erwartet

15:37
02.06.2021
Baden-Württemberg plant angesichts der zuletzt gesunkenen Corona-Zahlen Lockerungen für den Besuch von Biergärten und anderen Außenbereichen der Gastronomie. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr, soll voraussichtlich in Kreisen mit einer stabilen Inzidenz von 35 Infektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche die Testpflicht für Besucher der Außengastronomie entfallen. Das soll in der neuen Corona-Verordnung verankert werden. Derzeit liegt etwa ein Viertel der Stadt- und Landkreise unter diesem Grenzwert.

Der Besuch im Café oder Restaurant ist derzeit in fast allen Kreisen im Land unter Auflagen wieder möglich. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Werktage in Folge unter dem Wert von 100, darf die Gastronomie sowohl außen als auch im Innenbereich wieder öffnen. Voraussetzung für den Besuch ist bisher überall ein tagesaktueller Corona-Schnelltest.

Die neue Corona-Verordnung soll an diesem Donnerstag verkündet werden und am Montag in Kraft treten. Die Details werden noch zwischen den Ministerien abgestimmt. Wie ein Sprecher des Sozialministeriums zuvor bereits angekündigt hatte, sieht die neue Verordnung etwa Lockerungen für den Zugang zu Freibädern vor. Bei den derzeit geltenden Lockerungsschritten ist die letzte Stufe eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50. Zuletzt lag jedoch rund die Hälfte der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg unterhalb dieser Schwelle.

(dpa/lsw)

Karlsruhe bereitet sich auf «Querdenker» und Gegen-Demos vor

15:36
02.06.2021
Die Stadt Karlsruhe und die Polizei wappnen sich für eine «Querdenker»-Demonstration am Donnerstag (ab 13.00 Uhr) und Gegenveranstaltungen - unter anderem vom antifaschistischen Aktionsbündnis Karlsruhe. Genehmigt ist nach Angaben von Ordnungsamtsleiter Maximilian Lipp, dass die «Querdenker» mit 1500 Teilnehmern in der Günther-Klotz-Anlage protestieren.

Die Maskenpflicht entfalle nur, wenn Angehörige eines Hausstands wie von den Organisatoren geplant auf einer Decke Platz nehmen. Zu der Demo gegen die Corona-Politik mit dem Motto «Finger weg von unseren Kindern» ist unter anderem der Gründer der «Querdenken»-Bewegung, Michael Ballweg, angekündigt. Bis Mittwochnachmittag waren die Veranstalter nicht gegen die Auflagen vor Gericht gezogen.

Bei zwei Gegendemos seien 200 sowie 200 bis 300 Teilnehmer geplant, sagte Lipp. Es gebe eine weitere Veranstaltung zur Corona-Thematik, die aber keine Gegenveranstaltung zu den «Querdenkern» sein solle.

Die Polizei stellt sich einem Sprecher zufolge auf mögliche Konflikte zwischen «Querdenkern» und Aktivisten aus dem linken Spektrum ein, die ebenfalls in Nähe der Grünanlage demonstrieren wollen. Man sei mit «genügend» Beamten im Einsatz. Eine Zahl nannte er nicht.

Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) sagte, bislang habe man mit der Anmelderin der «Querdenker»-Demo in Karlsruhe keine negativen Erfahrungen gemacht. Es gebe aber einen bundesweiten Aufruf, nach Karlsruhe zu kommen. Daher könnten am Ende mehr als 1500 Menschen dort sein. Dann werde es vom Verantwortungsbewusstsein der Leute und vom Fingerspitzengefühl der Behörden abhängen, wie das gelöst wird. Unter Umständen müsse die Demo aufgelöst werden, sagte Lipp. Der Oberbürgermeister betonte, dass es anders als in anderen Orten aber keinen Aufruf gebe, gezielt gegen Hygienevorgaben zu verstoßen.

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen