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Verband sieht Chormusik durch Corona-Krise in Gefahr

14:21
02.06.2021
Wegen der Corona-Pandemie können Chöre schon lange Zeit kaum noch proben und auftreten - nun schlägt der Verband Deutscher Konzertchöre (VDKC) Alarm. Seit mehr als einem Jahr sei das Chorsingen de facto zum Erliegen gekommen, teilte der Verband mit Sitz in Weimar am Mittwoch mit. Aus allen Teilen des Landes seien Alarmzeichen des Mitgliederschwunds und massiver Nachwuchsprobleme wahrzunehmen, heißt es demnach in einem Schreiben, das der Verbandspräsident Ekkehard Klemm an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schickte.

Besonders betroffen seien Kinder- und Jugendchöre, die vor allem in Schulen völlig neu aufgebaut werden müssten. «Wenn zwei ganze Jahrgangsstufen in solchen Ensembles ausfallen, weil keinerlei gemeinsames Musizieren stattfinden darf, steht in kürzester Zeit die komplette künstlerische Existenz auf dem Spiel», heißt es in dem Schreiben weiter. Proben in Kleingruppen oder über Online-Lösungen seien kein Ersatz. Trotz anstehender Lockerungen gebe es noch keine durchgreifende Besserung der Situation. «Noch immer behindern zu viele Einschränkungen den Neubeginn», hieß es in der Mitteilung.

Chöre müssten von der Politik unterstützt werden, etwa um Belüftungssysteme anzuschaffen und Proberäume anderweitig für die Corona-Lage anzupassen. Generell sollten Vorschriften bundesweit zurückgeschraubt werden und Corona-Maßnahmen sofort aufgehoben werden, wenn die Infektionslage dies zulasse.

Die Chormusik in deutschen Amateurchören wird seit 2014 im bundesweiten Verzeichnis für Immaterielles Kulturerbe der Unesco geführt. Dem Bundesmusikverband Chor und Orchester zufolge musizieren 14,3 Millionen Menschen in Deutschland in ihrer Freizeit. Seit Beginn der Pandemie musste ein Großteil dieser Ensembles laut Verband Aktivitäten einstellen oder digital fortführen.

(dpa)

Produktion von Impfstoff Sputnik V in Argentinien kann anlaufen

14:20
02.06.2021
Die Herstellung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in Argentinien kann im großen Stil anlaufen. Das Gamaleja-Institut in Moskau habe die von einer argentinischen Pharmafirma produzierten Test-Tranchen einer Qualitätskontrolle unterzogen und für gut befunden, sagte Gesundheitsministerin Carla Vizzotti am Mittwoch. Der in Argentinien hergestellte Impfstoff soll später auch in andere lateinamerikanische Länder exportiert werden.

In Argentinien wird auch das Vakzin des Herstellers Astrazeneca produziert, das zur Abfüllung nach Mexiko geschickt wird. In der Impfkampagne in Argentinien kommt aber vor allem Sputnik V zum Einsatz. Bislang haben 21,9 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten, 6,3 Prozent sind bereits vollständig geimpft.

Zu Beginn des Winters auf der Südhalbkugel hat die zweite Corona-Welle Argentinien hart getroffen. In der vergangenen Woche registrierte das südamerikanische Land 41 080 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden - der höchste Wert seit Beginn der Pandemie vor über einem Jahr. Bislang haben sich rund 3,8 Millionen Menschen in Argentinien nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 78 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Auslastung der Intensivstationen liegt bei über 78 Prozent.

(dpa)

Weiter zusätzliche Schulbusse in Corona-Pandemie

13:51
02.06.2021
Das baden-württembergische Verkehrsministerium finanziert bis zum Anfang der Sommerferien weiterhin zusätzliche Fahrten von Schulbussen. Damit soll der Busverkehr in Corona-Zeiten entzerrt werden. «So können wir das Ansteckungsrisiko minimieren», sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. Ein entsprechendes Sonderprogramm werde verlängert. Wie viel Geld zusätzlich in die Hand genommen wird, war zunächst unklar.

Das Programm wurde erstmals im September 2020 ins Leben gerufen. Von September bis Dezember wurden beim Land 8,4 Millionen Euro betragt, wie ein Sprecher von Hermann sagte. Die Anträge würden noch geprüft. Es würden jedoch Auszahlungen in vergleichbarer Höhe erwartet. Zu den Spitzenzeiten des Präsenzunterrichts wurden laut Mitteilung täglich etwa 1000 zusätzliche Fahrten bestellt und vom Land gefördert. Das Land trage 95 Prozent der Kosten für die zusätzlichen Schulbusse. Außerdem sei die Schwelle für die Auslastung der zusätzlich bestellten Fahrzeuge herabgesetzt worden.

(dpa/lsw)

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