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Weitere russische Regionen führen Impfpflicht in Unternehmen ein

15:18
17.06.2021
Nach Moskau haben weitere Regionen in Russland auf die gestiegenen Corona-Zahlen mit einer verpflichtenden Impfquote in Unternehmen reagiert. Auch auf der Halbinsel Sachalin im äußersten Osten Russlands sind zahlreiche Arbeitgeber angehalten, bis September mindestens 60 Prozent ihrer Angestellten impfen zu lassen, wie die regionale Leiterin der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor, Olga Funtusowa, am Donnerstag erklärte. Von der Regelung betroffen seien unter anderen Beschäftigte im Bildungs- und Gesundheitswesen, in Schönheitssalons, Fitnessstudios sowie im öffentlichen Nahverkehr, sagte Funtusowa der Agentur Interfax zufolge.

Am Mittwoch hatte Moskaus oberste Amtsärztin eine vergleichbare Impfquote für eine Reihe von Unternehmen angeordnet. Dem Beispiel der Hauptstadt folgten auch das Moskauer Umland sowie die sibirische Region Kemerowo. Kritiker bemängeln, dass für eine solche Impfanweisung durch Arbeitgeber die gesetzliche Grundlage fehle. Weil diesen aber Strafen drohen, wenn ihre Unternehmen die Quote nicht erfüllen, sei vorprogrammiert, dass sie ihre Angestellten «mit legalen und illegalen Maßnahmen» zum Impfen bewegen würden, sagte etwa eine Rechtsanwältin dem kremlkritischen Portal Meduza.

Kremlsprecher Dmitri Peskow verteidigte das Vorgehen der Regionen als «absolut richtig», betonte aber erneut, dass keine russlandweite Impfpflicht geplant sei. Vor allem in Moskau ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Tagen stark angestiegen - und die Impfskepsis weiter groß. Zuletzt registrierten die Behörden knapp 6200 Fälle binnen eines Tages. Geimpft sind laut jüngsten Angaben von den rund zwölf Millionen Einwohnern aber erst 15 Prozent.

(dpa)

EMA: Vorerst keine Folgen für Zulassungsverfahren von Curevac

15:15
17.06.2021
Die enttäuschenden Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffes des Tübinger Herstellers Curevac haben vorerst keine Folgen für das Prüfverfahren bei der Europäischen Arzneimittelbehörde. Es gebe keine harte Mindestgrenze bei der Wirksamkeit, erklärte die EMA am Donnerstag in Amsterdam. Vor einer Bewertung müssten alle Ergebnisse vorliegen.

Curevac hatte zuvor mitgeteilt, dass der Impfstoff des Unternehmens einer Zwischenanalyse zufolge eine Wirksamkeit von nur 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung «jeglichen Schweregrades» zeige. Das ist niedriger als bei anderen Impfstoffen.

Bei klinischen Studien werde zwar von einer Mindestgrenze von 50 Prozent Wirksamkeit ausgegangen, sagte die EMA. Aber vor allem im Zusammenhang mit den neuen Virusvarianten müsse man die Daten sehr gut prüfen und Vorzüge gegen Nachteile abwägen.

Die Experten der EMA prüfen zur Zeit vier Impfstoff-Kandidaten. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, sei noch nicht abzusehen. Die Hersteller müssen nach Angaben der Behörde noch zusätzliche Daten liefern.

(dpa)

Maskenpflicht für Hamburgs Schüler auch nach Sommerferien

14:44
17.06.2021
Die Schülerinnen und Schüler in Hamburg müssen zumindest zum Start des kommenden Schuljahrs in den Klassenzimmern weiter Maske tragen. Zudem sollen sie auch nach den in der kommenden Woche beginnenden Sommerferien zwei Mal pro Woche getestet werden, kündigte die Schulbehörde am Donnerstag an. Auch die Lüftungs- und Hygieneregeln bleiben demnach vorerst in Kraft.

«Immer neue Virusvarianten und die Probleme bei der Beschaffung des Impfstoffes bleiben ein Risiko. Deshalb gilt: Lieber testen und lüften als Schulen schließen», erklärte Schulsenator Ties Rabe (SPD).

Es solle nach den Ferien ab dem 5. August an allen Schulen der Hansestadt vollen Präsenzunterricht unter Beibehaltung der geltenden Corona-Sicherheitsmaßnahmen geben. «Wir wollen optimistisch, aber vorsichtig in das neue Schuljahr gehen», sagte Rabe.

In mehreren Bundesländern wie dem Saarland oder Rheinland-Pfalz haben die Landesregierungen hingegen beschlossen, dass die Schülerinnen und Schüler keine Maske im Unterricht mehr tragen müssen.

(dpa)

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