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20210617124930

Bayer kooperiert weiter mit Curevac

12:47
17.06.2021
Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer setzt seine Kooperation mit Curevac trotz des Rückschlags bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes fort. Das Tübinger Biotechnologieunternehmen hatte zuvor eingeräumt, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung erzielt habe. Die Studie wird allerdings fortgesetzt. «Mit der Fortführung der Studie wird auch unsere Unterstützung fortgesetzt, während wir die Situation genauer bewerten», sagte ein Bayer-Sprecher der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Die beiden Unternehmen schlossen Anfang des Jahres einen Kooperations- und Servicevertrag. Bayer unterstützt Curevac mit Leistungen im Bereich Entwicklung und Logistik. Eigentlich will Bayer ab Dezember soweit sein, den Impfstoff in Wuppertal produzieren zu können. 2022 sind dann 160 Millionen Impfdosen geplant.

(dpa)

Corona-Lockerungen: Italien will Maskenpflicht draußen beenden

12:11
17.06.2021
Italiens Regierung steuert wegen der niedrigeren Corona-Zahlen auf eine Abschaffung der Maskenpflicht im Freien zu. Wann genau die seit Herbst 2020 geltende Pflicht zum Tragen der Corona-Schutzmasken für den Außenbereich fällt, war am Donnerstag noch offen. Außenminister Luigi Di Maio schrieb auf Facebook: «Die Maske draußen ab dem Sommer abnehmen zu können, ist das Ziel der Regierung, und es ist nahe.» Zeitungen spekulierten über Mitte Juli, andere hielten eine schnellere Lockerung für möglich. In Südtirol, wo die Landesregierung oft einen Sonderkurs in der Corona-Politik fährt, fällt schon ab Montag (21. Juni) die generelle Maskenpflicht draußen.

Der Chef der in Italien mitregierenden rechten Lega, Matteo Salvini, machte nach eigenen Angaben bei einem Gespräch mit Premier Mario Draghi in Rom Druck auf eine schnelle landesweite Lockerung. Er sprach nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa über eine mögliche Perspektive «von Tagen» für die «Freiheit beim Atmen». Draghi ist für seinen vorsichtigen Kurs bei der Entschärfung von Vorschriften bekannt. Außenminister Di Maio von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung erläuterte: «Wir warten schon seit Monaten auf diesen Moment, und jetzt, wo die Zahlen zeigen, dass wir die Gesundheitskrise überwinden, muss man schneller vorangehen.» Vor zwei Monaten habe es mehr als 3000 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gegeben, am Vortag seien es etwa 470 gewesen.

In der Autonomen Provinz Südtirol in den Alpen muss die Corona-Maske ab Montag im Freien nur noch bei Menschenansammlungen getragen werden. Die Bürger müssen den Mund-Nasen-Schutz aber weiter dabei haben, wie die Landesregierung am Dienstag in Bozen angekündigt hatte. Für Innenräume etwa in Geschäften, Museen, Bussen, Zügen und Restaurants, dürfte die Tragepflicht in Italien zunächst unverändert bleiben.

(dpa)

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