Letztes Update:
20210617103315

Heil: Im Moment in Regierung keine große Sorge wegen Delta-Variante

10:32
17.06.2021
Die Bundesregierung hat nach Angaben von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zur Zeit keine großen Bedenken wegen der Delta-Variante des Coronavirus. Auf die Frage, ob die Sorge in der Regierung deswegen groß sei, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur: «Im Moment nicht. (...) Ich glaube, dass wir den Sommer gut hinbekommen in Deutschland.» Man müsse aber über den Herbst reden, wachsam und vorbereitet sein.

Momentan arbeiteten die Impfungen «für uns». Diese würden helfen, in diesem Herbst besser vorbereitet zu sein als im Herbst 2020, «wo wir nach dem Sommer, der uns auch alle fröhlich gemacht hat, (...) ein bisschen arglos in eine zweite und dritte Welle gestolpert sind». Man müsse wachsam bleiben und aufpassen, die bisherigen Erfolge nicht durch Leichtsinnigkeit wieder zu verspielen.

Die in Indien entdeckte Delta-Variante hat ihren Anteil an den Neuinfektionen in Deutschland binnen einer Woche deutlich gesteigert. Mit 6,2 Prozent in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) bleibe sie aber weiter relativ selten, heißt es im jüngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI).

(dpa)

EU-Behörden: Geimpfte von Test- und Quarantänepflichten ausnehmen

10:31
17.06.2021
Reisende mit vollständigem Impfschutz gegen Covid-19 oder überstandener Corona-Infektion sollten nach Angaben führender EU-Behörden von Test- und Quarantänepflichten ausgenommen werden. Eine Ausnahme von dieser Empfehlung gelte für Menschen aus Gebieten mit besonders hohem Corona-Risiko oder grassierenden Coronavirus-Varianten, teilten die EU-Luftsicherheitsbehörde EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC am Donnerstag in ihren aktualisierten Flugreiserichtlinien mit. Für Reisen aus diesen Gebieten könne die Anforderung eines negativen Corona-Tests in Erwägung gezogen werden.

Mit den Richtlinien liefern die in Köln und Stockholm ansässigen Behörden risikobasierte Empfehlungen für den Flugverkehr in der EU. In der neuen Version wird auch darauf hingewiesen, dass weiterhin auf medizinische Masken, Hygienemaßnahmen und Abstandhalten gesetzt werden sollte. Die Empfehlungen sind für die zuständigen Behörden und Fluggesellschaften nicht bindend, sollen aber als Wegweiser dienen.

«Wir haben einen bedeutenden Meilenstein in der Pandemie erreicht: eine echte Veränderung beim Ansatz, dass Reisende wieder fliegen können, ohne sich allzu sehr Sorgen zu machen, dass die Regeln kurzfristig geändert werden könnten», erklärte EASA-Exekutivdirektor Patrick Ky. Auf diesen Moment habe die Luftfahrtbranche ebenso lange gewartet, wie es die Fluggäste getan hätten.

ECDC-Direktorin Andrea Ammon warnte jedoch: «Wenn die Maßnahmen zu früh auch für Nicht-Geimpfte gelockert werden, dann könnten wir wieder einen schnellen Anstieg der Fälle sehen.» Man müsse weiter vorsichtig bleiben, bis ein ausreichender Anteil der Bevölkerung ihren Corona-Impfstoff erhalten habe.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen