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Digitaler Impfpass: Nachweis für geimpfte Genesene kommt Ende Juni

09:41
17.06.2021
Von Covid-19 Genesene können ihren Status ab Ende Juni in Corona-Warn-App (CWA) und CovPass-App hinterlegen. Dann sollen auch Genesene mit Impfung ihren Schutzstatus digital nachweisen können, erklärte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Die Funktionen würden mit der nächsten Entwicklungsstufe beider Apps nachgelegt. Auch das Austellungssystem für die Zertifikate bei Apotheken, Impfzentren und Arztpraxen soll dann diesen Fall abbilden können.

Aktuell können Betroffene noch nicht auf regulärem Weg an einen digitalen Nachweis kommen. Grund dafür sind nach Angaben des BMG zunächst einmal technische Fragen. Genesene mit Impfung seien bei der europäischen Lösung von Anfang an mitbedacht worden, erklärte ein Sprecher. Es sei aber noch nicht geklärt, auf welche Art in diesem Fall ein Nachweis erbracht werden kann.

Das liege laut BMG unter anderem auch daran, dass innerhalb Europas mit Genesenen beim Impfen nicht einheitlich verfahren werde. Während sie in Deutschland momentan für nur eine Impfung vorgesehen seien, erhielten sie in manchen anderen europäischen Ländern zwei Impfdosen. Stand 17. Juni sind in Deutschland laut Robert Koch-Institut rund 3,7 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt oder haben eine Infektion überstanden.

(dpa)

Athen erhält EU-Corona-Hilfen in Höhe von 30,5 Milliarden Euro

09:39
17.06.2021
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat Griechenland Corona-Hilfen in Höhe von 30,5 Milliarden Euro zugesagt. Die griechischen Corona-Aufbaupläne seien ambitioniert und hätten das Potenzial, Griechenland über die nächsten Jahrzehnte in eine bessere Zukunft zu führen, sagte von der Leyen bei einem Besuch in Athen am Donnerstagvormittag. 8 Milliarden Euro sollen noch in diesem Jahr fließen.

Am Vortag hatte von der Leyen im Rahmen des Corona-Aufbauprogramms der EU bereits Spanien und Portugal Milliardensummen in Aussicht gestellt. Der Start der Auszahlungen wird für Juli erwartet. Vorher muss noch der Rat der EU-Länder zustimmen.

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis sprach vom «Ende der Turbulenzen der Pandemie und dem Anfang einer neuen Ära». Er stellte von der Leyen bei ihrem Besuch die Digitalisierungskampagne des Landes vor, die von der griechischen Regierung seit knapp zwei Jahren mit aller Kraft vorangetrieben wird. Von dem EU-Geld sollen rund 25 Prozent in die Digitalisierung fließen; mehr als ein Drittel ist für ökologischen Wohnbau, den Ausbau der E-Mobil-Infrastruktur und nachhaltigen Nahverkehr vorgesehen.

Für die griechische Regierung sind die EU-Gelder in zweifacher Hinsicht ein Segen. Neben den Problemen durch Corona kämpft Griechenland noch immer mit den Spätfolgen der schweren Finanzkrise, die fast das gesamte letzte Jahrzehnt lang andauerte. Griechische Analysten sprechen von einer großen Chance für das Land, mit den aktuellen EU-Hilfen unabhängiger vom Tourismus zu werden.

Nach den Besuchen in Spanien, Portugal und Griechenland wird Kommissionschefin von der Leyen am Freitagnachmittag in Dänemark erwartet, am Freitag dann in Luxemburg.

(dpa)

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