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Experte über Impf-Aktion kurz vor EM: Nicht sinnvoll

04:11
11.06.2021
Experte Hans-Georg Predel sieht Impfungen kurz vor der Fußball-Europameisterschaft als nicht zielführend an. «Es kann zu Impfreaktionen kommen, die die Leistung einschränken», sagte der Universitätsprofessor der Deutschen Sporthochschule Köln der Deutschen Presse-Agentur.

«Eine Impfung auf den letzten Drücker halte ich nicht für sinnvoll, weil das Nutzenverhältnis wirklich nicht günstig ist», sagte er mit Blick auf mögliche Impfungen mit Vakzinen, die zweimal verabreicht werden müssen. Dabei komme hinzu, dass die zweite Dosis während des laufenden paneuropäischen Turniers gespritzt werden müsste. In solchen Fällen gebe es die positiven Effekte erst nach der EM.

Nach zwei positiven Befunden im Kader sollen an diesem Freitag die Spieler der spanischen Nationalmannschaft geimpft werden, die dafür infrage kommen. Nach Angaben des Verbandes soll es den Profis freigestellt sein, welchen Impfstoff sie nehmen.

Spanische Medien berichteten, dass diejenigen, die noch gar kein Vakzin bekommen haben und auch keine Corona-Infektionen hatten, mit dem Einmal-Vakzin von Johnson & Johnson geimpft werden sollen. Andere, die bereits in ihren Vereinen eine Dosis Pfizer/Biontech bekommen oder vor einem gewissen Zeitraum eine Infektion überstanden haben, sollen mit Pfizer/Biontech gespritzt werden.

Inwiefern die Impfungen möglicherweise die Vorbereitung der Spanier beeinträchtigen, die am kommenden Montag in Sevilla ihr Gruppenauftaktspiel gegen Schweden bestreiten, wird sich zeigen. «Entscheidend sollte sein, dass die Sportler selbst auf jede Leistungsminderung achten und im Zweifelsfall den Sportarzt befragen, der ja unter Umständen auch ein EKG und Laborbestimmungen machen kann», sagte der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Prof. Dr. Thomas Mertens, der Deutschen Presse-Agentur. «Grundsätzlich ist eine besondere Schonung nicht vorgeschrieben.»

(dpa)

RKI registriert 2440 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 18,6

04:11
11.06.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3165 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 18,6 an (Vortag: 19,3; Vorwoche: 29,7).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 102 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 86 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 711 569 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 569 000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, beträgt nun 89 687.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,74). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 79 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

(dpa)

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