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20210610105457

Vermieter: Mieter zahlen trotz Corona-Krise

10:41
10.06.2021
Mieterhaushalte in Deutschland zahlen nach Angaben von Eigentümerverbänden trotz der Corona-Krise weiter verlässlich ihre Miete. Es gebe keine vermehrten Kündigungen oder gar Zwangsräumungen, sagte Haus-und-Grund-Präsident Kai Warnecke am Donnerstag. «Die Sicherungssysteme in unserem Land, sie funktionieren.» Auch regionale Vermieterverbände und der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) registrierten keinen Anstieg der Kündigungen wegen Mietrückständen. Bei seinen Bestandshaltern machten diese wie vor der Krise zwischen null und zwei Prozent der Kündigungen aus, hieß es beim ZIA.

Der Immobilienexperte des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Voigtländer, sagte, Mieter hätten im vergangenen Sommer auch nicht verstärkt von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Miete zu stunden. Einen Grund sieht er darin, dass die Haushalte an anderer Stelle weniger Geld ausgaben, etwa beim Urlaub, beim Ausgehen und anderen Freizeitangeboten.

Haus und Grund vertritt kleinere private Vermieter in Deutschland. Immer mehr Eigentümer machten sich angesichts der Debatte um einen bundesweiten Mietendeckel Sorgen, sagte Warnecke beim Zentralverbandstag am Donnerstag. Das von ihnen erarbeitete Eigentum habe politisch nicht mehr den Stellenwert, den das Grundgesetz zusichere.

Der Verband verwies darauf, dass laut Statistischem Bundesamt die Mieten moderat stiegen und auch bei Neuverträgen Beruhigung eingetreten sei. Von einem Mietendeckel profitierten besonders wohlhabende Mieter, sagte Warnecke.

Der Kanzlerkandidat von CDU und CSU, Armin Laschet, sprach sich in einem Grußwort für mehr Neubau aus, um den Mietenanstieg zu dämpfen. Neue Gesetze seien nicht nötig. «Wohnungen entstehen nicht durch Ideologie, sondern durch Förderung derer, die bereit sind, in Wohnungen zu investieren», sagte er.

(dpa)

Urlauber aus Deutschland dürfen bald wieder nach Marokko reisen

10:39
10.06.2021
Marokko will nach längerer Zeit wieder Touristen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern ins Land lassen. Von kommendem Dienstag an nimmt das nordafrikanische Land in eingeschränktem Umfang wieder Flug- und Fährverkehr nach Europa auf, wie das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Rabat auf ihren Webseiten mitteilten. Fährverbindungen soll es demnach zunächst etwa nur von und nach Frankreich sowie von und nach Italien geben.

Auch Touristen aus fast allen anderen europäischen Ländern dürfen dem marokkanischen Fremdenverkehrsamt zufolge wieder nach Marokko reisen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes brauchen alle - auch Geimpfte und Genesene - einen negativen PCR-Test bei der Einreise.

Das öffentliche Leben ist in Marokko derzeit wegen der Pandemie weiterhin eingeschränkt. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen. Marokko wird als Risikogebiet eingestuft.

Aus Sorge vor der Ausbreitung neuer Corona-Mutationen hatte das Land Ende Februar den Flugverkehr unter anderem nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz ausgesetzt.

(dpa)

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