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Corona-Krise: Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung

15:33
09.06.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise. Die CDU-Politikerin sagte am Mittwoch, die Zahl der Arbeitslosen sinke, ebenso wie die Zahl der Kurzarbeiter. Die Konjunkturerwartungen seien besser geworden, im Einzelhandel zum Beispiel stiegen die Umsätze wieder. «Die derzeit deutlich sinkenden Infektionsraten machen Mut und zeigen, wie sehr unsere Maßnahmen und Verhaltensregeln wirken.»

Merkel äußerte sich in einer Grußbotschaft bei einem Festakt für den im März aus dem Amt geschiedenen langjährigen Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer .

Merkel sagte, die Unternehmen hätten mit Homeoffice und regelmäßigem Testen zu dem Erfolg ganz wesentlich beitragen. Gerade flächendeckende Tests seien für eine vorzeitige Erkennung und Unterbrechung der Infektionsketten von entscheidender Bedeutung. Hinzu komme die Impfkampagne, bei der nun nach und nach die Betriebsärzte einbezogen seien.

Die Kanzlerin ging außerdem auf die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ein. Im vergangenen Ausbildungsjahr sei die Zahl der Ausbildungsverträge vor dem Hintergrund der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Es müsse so schnell wie möglich gelingen, aus dem Negativtrend bei den Ausbildungsverträgen einen positiven Trend zu machen. Die Sicherung von Fachkräften sei ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Wirtschaft. Staat und Sozialpartner seien gemeinsam gefordert, Betriebe und Auszubildende besser zusammenzubringen.

Der Berliner Unternehmer Schweitzer war von 2013 bis 2021 DIHK-Präsident. Er dankte Merkel und Ministern für eine verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein Nachfolger ist seit Ende März der Unternehmer Peter Adrian. Adrian sagte, die Wirtschaft müsse Probleme ansprechen und dürfe Kontroversen nicht aussparen. Der DIHK sehe sich dem Bild des «ehrbaren Kaufmanns» verpflichtet.

(dpa)

Digitaler Corona-Impfnachweis geht an den Start

15:01
09.06.2021
 Der geplante digitale Corona-Impfpass in Deutschland soll an diesem Donnerstag an den Start gehen. Die Anwendung namens «CovPass» werde Schritt für Schritt ausgerollt und in den App-Stores verfügbar sein, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Ressortchef Jens Spahn (CDU) will Einzelheiten dazu am Donnerstag vorstellen. Der digitale Nachweis kann zudem auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google.

Der vorgesehene digitale Nachweis soll eine freiwillige Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes sein. Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Das soll auch Reisen erleichtern.

Den digitalen Nachweis soll man sich künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können. Auch nachträgliche Ausstellungen sollen möglich sein - etwa bei Ärzten und Apotheken. Vor dem Start war ein Testlauf in ausgewählten Impfzentren begonnen worden. Die Einführung («Roll-Out») starte nun am Donnerstag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Smartphone-App «CovPass» hat anders als die Corona-Warn-App keine Kontaktverfolgungsfunktion. Die Warn-App der Bundesregierung wurde bislang mehr als 28 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 25 Millionen Menschen aktiv genutzt wird.

Die Corona-Warn-App hilft den Menschen dabei festzustellen, ob sie in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. Dadurch können Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Die App erfasst dabei mit Hilfe von Bluetooth-Funksignalen, ob sich Menschen über einen bestimmten Zeitpunkt gefährlich nahe gekommen sind. Die anonymisierte Warnung wird ausgelöst, wenn Infizierte nach einem positiven Corona-Test ihren Infektionsstatus in die App eintragen.

(dpa)

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