Letztes Update:
20210609153546

Minister Lucha kündigt Genehmigung für Ferien- und Zeltlager an

14:24
09.06.2021
Ferien- und Zeltlager für Kinder und Jugendliche sollen in Baden-Württemberg angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen vom 1. Juli an genehmigt werden. Das hat Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Mittwoch im Landtag angekündigt. «Monatelang konnten viele Angebote für Kinder und Jugendliche nur eingeschränkt stattfinden. Das ändert sich jetzt», sagte er. Die Angebote sollten mit der kommenden Verordnung «mutig, sicher und weitreichend» geöffnet werden.

Nach der geplanten Verordnung werden entsprechende Angebote mit Übernachtung außerhalb des eigenen Haushalts für getestete, genesene oder geimpfte Personen zugelassen, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis unter 50 liegt. Bislang wird dies inzidenzunabhängig untersagt. Bei einem Wert unter 35 sollen weitere Erleichterungen folgen.

«Damit könnnen Ferienlager, Stadtranderholungen und Ferienprogramme unter Beachtung von Hygieneregeln je nach Ausgestaltung und Infektionslage in Stufen von 60, 120, 240 und sogar bis zu 360 Teilnehmende und Betreuungskräfte stattfinden», teilte das Ministerium weiter mit.

Viele Veranstalter arbeiten im Land an Ferien- und Zeltlagern für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien. Unter anderem das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) hatte die problematische Planung beklagt.

(dpa/lsw)

Automatenbranche bangt um Jobs in Spielhallen

12:56
09.06.2021
Die baden-württembergische Automatenbranche warnt vor dem Verlust Tausender Arbeitsplätze vor allem in den Spielhallen. Symbolisch für die nach Verbandsangaben rund 8000 in Gefahr stehenden Jobs wurden am Mittwoch 800 Stühle auf dem Schillerplatz in der Stuttgarter Innenstadt aufgestellt. Hintergrund der Aktion ist die ab 1. Juli geltende Regelung, wonach ein Mindestabstand von 500 Metern zwischen den Spielhallen untereinander sowie zu Kinder- und Jugendeinrichtungen greift.

Dirk Fischer vom Automaten-Verband Baden-Württemberg sagte, inmitten in der Corona-Krise vernichte die grün-schwarze Koalition die unternehmerische Existenz Hunderter Familienunternehmen. Die Mitarbeiter würden von der Landesregierung in die Arbeitslosigkeit getrieben. Das Wirtschaftsministerium wies die Vorwürfe zurück. Die Spielhallenbetreiber hätten genügend Zeit gehabt, sich auf die neuen Vorgaben einzustellen. Außerdem seien die Mindestabstände im gerade geschlossenen Koalitionsvertrag bekräftigt worden.

Unterdessen machen die drei Spielbanken des Landes wieder schrittweise auf. In Konstanz ist seit Dienstag vollständig geöffnet, wie ein Sprecher mitteilte. In Stuttgart und Baden-Baden startet am (heutigen) Mittwoch das Automatenspiel, bevor am 15. Juni auch klassische Spiele wie Roulette aufgenommen werden. Alle drei Standorte waren seit dem 30. Oktober infolge der Corona-Pandemie dicht.

(dpa/lsw)

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