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Nach Corona-Zwangspause öffnet Besucherzentrum im Nationalpark

10:24
09.06.2021
Wegen der Coronapandemie Monate später als geplant, steht das neue Besucherzentrum im Nationalpark Schwarzwald von Samstag an Touristen offen. «Wir sind sehr erleichtert, dass das Auf und Ab der letzten Monate nun ein Ende haben soll», sagte die Leiterin des Zentrums, Ursula Pütz, am Mittwoch. Umweltministerin Thekla Walker sprach von einem großen und wichtigen Tag. Das Zentrum sei Tor zum Nationalpark. «Es ist höchste Zeit, dass es endlich für die breite Öffentlichkeit geöffnet werden kann.»

Der reguläre Betrieb ist wegen der geltenden Hygienevorschriften eingeschränkt: Zunächst könnten nur 130 Menschen pro Tag die dortige Dauerausstellung besuchen - vollständig geimpft, genesen oder mit negativem Coronatest. Ein Testzentrum ist den Angaben des Nationalparks zufolge zum Start vor Ort und soll zunächst auch an den darauffolgenden Wochenenden im Einsatz sein.

Das Nationalparkzentrum war schon im vergangenen Oktober nach über dreijähriger Bauzeit feierlich übergeben worden - allerdings bereits damals im Zuge der Corona-Einschränkungen in deutlich kleinerem Rahmen als ursprünglich gedacht. Das weitgehend hölzerne Gebäude liegt an der auf gut 900 Metern über dem Meer gelegenen Passhöhe Ruhestein. Neben dem Besuch der Ausstellung können sich Gäste dort auch über Angebote wie Führungen oder Wanderrouten informieren.

(dpa/lsw)

EU-Gericht kippt Genehmigung von Corona-Hilfen für Condor

09:51
09.06.2021
Ryanair hat vor dem EU-Gericht einen Erfolg gegen staatliche Corona-Hilfen für die deutsche Condor erzielt. Die Richter kippten am Mittwoch den Beschluss der EU-Kommission zur Genehmigung der Beihilfe. Die Entscheidung der Brüsseler Behörde sei nicht ausreichend begründet, erklärte das Gericht in Luxemburg. Praktisch hat das aber zunächst keine Folgen: Die Wirkung der Nichtigerklärung wurde ausgesetzt, bis die EU-Kommission einen neuen Beschluss gefasst hat. (Rechtssache T 665/20)

Deutschland hatte im April 2020 die Beihilfe zugunsten von Condor in Brüssel angemeldet. Dabei ging es um zwei staatlich abgesicherte Darlehen mit vergünstigtem Zinssatz im Umfang von 550 Millionen Euro. Hintergrund waren Schäden durch Streichung oder Verschiebung von Flügen wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie. Der Billigflieger Ryanair klagte gegen die Freigabe durch die Kommission. Das Unternehmen moniert unter anderem Verletzungen des freien Dienstleistungsverkehrs.

Der Fall Condor ist einer von vielen, in denen Ryanair gegen staatliche Corona-Hilfen für Konkurrenten vorgeht. Bisher hatte der Kläger in einigen Fällen Erfolg, in anderen aber nicht.

(dpa)

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