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Rund jeder zweite Erwachsene in Deutschland einmal geimpft

13:15
01.06.2021
In Deutschland ist rund jeder zweite Erwachsene mindestens einmal gegen Corona geimpft. «Insgesamt haben wir etwa 50 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland bisher mit einem ersten Impfangebot, also mit einer Erstimpfung erreichen können», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in Berlin.

Insgesamt haben 43 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Erstimpfung und 17,6 Prozent den vollen Impfschutz. Diese Impfquote ist laut Robert Koch-Institut (RKI) der Anteil aller bisher Geimpften in der Gesamtbevölkerung.

Spahn sagte, dass die meisten Menschen in Deutschland, die sich impfen lassen wollen, früh im Sommer an die Reihe kämen. «Wir werden jetzt im Juni, im Juli und im August weitere 50 Millionen Dosen allein vom Hersteller Biontech bekommen und verimpfen können. Das macht es möglich, einen Großteil der Impfwilligen relativ früh in diesem Sommer impfen zu können.»

Bei stärker von einem schweren Corona-Verlauf bedrohten Menschen sei die Impfkampagne dank der noch bis kommenden Montag gültigen Priorisierung, also der Impfung nach Vorranggruppen, besonders weit. «Rund 80 Prozent aller Über-60-Jährigen sind bereits mindestens einmal geimpft», sagte Spahn. «Die Impfkampagne läuft weiter auf Hochtouren und wir sehen erste Effekte.»

RKI-Präsident Lothar Wieler sagte, die Impfungen alleine reichten noch nicht, um Corona-Einschränkungen aufheben zu können. «Um weitgehend auf Maßnahmen verzichten zu können, müssen aber mehr als 80 Prozent der Menschen in unserem Land einen Impfschutz haben oder einen Immunschutz haben entweder durch eine vollständige Impfung oder durch eine Infektion plus Impfung.»

Nach der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer auch für Kinder ab 12 Jahren könnten sich auch Angehörige dieser Altersgruppe grundsätzlich impfen lassen, sagte Spahn. Ziel sei, bis Ende August auch den 12- bis 18-Jährigen das Angebot mindestens für die erste Impfung gemacht zu haben. Es bleibe eine individuelle Entscheidung der Kinder und Jugendlichen, ihrer Eltern und Ärztinnen und Ärzte. Bund und Länder hatten festgelegt, dass sich Kinder ab 12 Jahren in Deutschland vom 7. Juni an impfen lassen dürfen. Bisher war der Biontech-Impfstoff ab 16 freigegeben.

Aktuell beteiligen sich nach Angaben Spahns rund 70 000 Arztpraxen an den Corona-Impfungen. Vom 7. Juni an können sich auch Beschäftigte von den Betriebsärzten in Tausenden Betrieben gegen Corona impfen lassen.

(dpa)

Mangel an Impfstoff: Impfzentren stellen zeitweise Betrieb ein

12:46
01.06.2021
Weil die Impfzentren in Baden-Württemberg derzeit weniger Impfstoff erhalten als erwartet, stellen manche Impfzentren zeitweise ihren Betrieb ein. Es komme immer wieder vereinzelt zu zeitweisen Schließungen oder zur Kürzung von Arbeitsschichten, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart am Dienstag mit.

Geregelt werde dies durch die Verantwortlichen vor Ort. Ein Sprecher des zentralen Impfzentrums in Ulm hatte zuvor angekündigt, dass sie in der kommenden Woche nur noch in einer von zwei Hallen der Messe Ulm impfen würden. Als Begründung wurde die geringe Impfstoffmenge genannt. Zunächst hatte der Südwestrundfunk darüber berichtet.

Wie der Sprecher des Sozialministeriums weiter sagte, seien die Impfzentren des Landes derzeit nur zu rund 60 Prozent ausgelastet. Den Impfzentren stünden wöchentlich rund 330 000 Impfdosen zur Verfügung. Dies bleibe in den kommenden Wochen gleich. Aufgrund der Ankündigung des Bundes, im Mai wesentlich mehr Impfstoff zu liefern, seien die Kapazitäten ausgebaut worden. Die Impfzentren hätten rund 50 000 Impfungen täglich durchführen sollen. Kapazität sei sogar für bis zu 80 000 tägliche Impfungen in den Zentren vorhanden, so der Sprecher.

Mit Blick auf den Impfstoffmangel und die zeitweise Schließung von Impfzentren verwies das Ministerium auch auf andere Bundesländer, wo dies derzeit ebenfalls der Fall sei. Wann die Impfzentren im Südwesten wieder besser ausgelastet sein werden, konnte der Sprecher nicht sagen. Dazu müssten die Lieferprognosen des dritten Quartals abgewartet werden, hieß es.

(dpa)

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