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Sterbefallzahlen in dritter Mai-Woche über Schnitt der Vorjahre

11:49
01.06.2021
Die Sterbefallzahlen in Deutschland haben auch in der 20. Kalenderwoche (17. bis 23. Mai) über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre gelegen. In der Woche starben 17 283 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden auf Basis einer Hochrechnung mitteilte. Das seien zwei Prozent oder 313 Fälle mehr als im Schnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diese Kalenderwoche. In der Woche zuvor hatte der Anstieg sechs Prozent betragen.

Ein Vergleich der Todesfälle mit der Zahl der beim Berliner Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Sterbefälle ist aktuell bis einschließlich der 18. Kalenderwoche möglich (3. bis 9. Mai). In dieser Woche gab es laut RKI 1227 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, 180 weniger als in der Vorwoche. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen laut den Statistikern in jener Woche zehn Prozent (1735 Fälle) über dem Durchschnitt der vier Vorjahre. Die Corona-Pandemie hat sich im vergangenen Jahr ab Ende März erstmals auf die Entwicklung der Zahlen ausgewirkt und den Durchschnitt der Vorjahre ab dann ebenfalls beeinflusst, wie das Bundesamt erklärte.

Für die einzelnen Bundesländer liegen Zahlen bis einschließlich der 17. Kalenderwoche (26. April bis 2. Mai) vor: In der Woche lagen die Sterbefälle demnach in 13 der 16 Bundesländer über dem Schnitt der Vorjahre. Die drei Länder mit den größten Abständen zum Durchschnitt waren den Angaben zufolge Mecklenburg-Vorpommern (plus 19 Prozent oder 81 Fälle), Sachsen-Anhalt (plus 19 Prozent oder 120 Fälle) und Thüringen (plus 18 Prozent oder 101 Fälle).

Im gesamten Monat April hätten die Zahlen in den fünf ostdeutschen Bundesländern Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern am deutlichsten über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 gelegen.

(dpa)

Land will Qualität von Corona-Teststationen überprüfen

11:48
01.06.2021
Das baden-württembergische Gesundheitsministerium will die Qualität der Corona-Schnellteststationen in den Fokus nehmen. Ein Sprecher sagte am Dienstag in Stuttgart: «Da die Gesundheitsämter stark gefordert sind, soll so schnell wie möglich ein externer Dienstleister mit dieser Aufgabe beauftragt werden.» Tests seien ein wichtiger Baustein für die Öffnungen. Es sei deshalb essenziell, dass diese ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Klar sei bei allen Diskussionen aber auch: «Die große Mehrheit der Teststellen-Betreiber bei uns im Land ist ehrlich und sehr engagiert bei der Sache.» Die stichprobenartige und angekündigte Überprüfung der Teststellen durch einen externen Dienstleister bringe am Ende allen mehr Sicherheit.

In den vergangenen Tagen waren einzelne Teststationen wegen mutmaßlicher Betrügereien bei der Abrechnung ins Gerede gekommen. Dazu sagte der Sprecher, die Abrechnung der Tests sei Sache des Bundes und der Kassenärztlichen Vereinigung.

(dpa)

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