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Maas will Sommerurlaub in der Türkei ermöglichen

15:23
06.05.2021
Bundesaußenminister Heiko Maas will mit der Türkei an Regelungen arbeiten, um deutschen Touristen sicheren Urlaub in beliebten Ferienregionen des Landes zu ermöglichen. «Wir wollen, dass im Sommer so viel Urlaub möglich ist, wie eben verantwortbar ist», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag nach einem Gespräch mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu. «Daran werden wir weiter arbeiten auf der Basis dessen, was wir im letzten Jahr schon einmal intensiv miteinander besprochen haben und, wie ich finde, auch sehr erfolgreich umgesetzt haben.»

Die Bundesregierung hatte die Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für die beliebten türkischen Urlaubsregionen am Mittelmeer im August vergangenen Jahres nach langem Drängen der türkischen Regierung aufgehoben. Voraussetzung dafür war ein spezielles Tourismus- und Hygienekonzept. Mitte November wurde die Reisewarnung für die ganze Türkei aber wieder in Kraft gesetzt, weil die Bundesregierung die Transparenz bei den Infektionszahlen nicht mehr als gegeben ansah.

Der türkische Minister warb trotz derzeit hoher Corona-Infektionszahlen eindringlich für Urlaub in der Türkei. Man habe alle Maßnahmen getroffen, «damit unsere Freunde ihren Urlaub sicher verbringen können», sagte Cavusoglu am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Heiko Maas in Berlin. So würden Beschäftigte im Tourismussektor mit Priorität geimpft, sagte er. Hotels seien wie auch im vergangenen Jahr in ein Zertifizierungsprogramm für sicheren Tourismus eingebunden. Dies sei auf kleinere Einrichtungen ausgeweitet worden, die regelmäßig überprüft würden.

(dpa)

Sozialminister Lucha unterstützt Freigabe von Astrazeneca für alle

15:22
06.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekommt für seinen Vorschlag einer sofortigen Astrazeneca-Freigabe für alle Impfwilligen Rückendeckung aus Baden-Württemberg. «Mit einer Freigabe von Astrazeneca für alle würden auch die jüngeren Menschen, die sich sehr solidarisch in der Pandemie verhalten haben, ein Impfangebot bekommen», sagte Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Donnerstag der dpa.

Spahn will den umstrittenen Corona-Impfstoff ohne Priorisierung nach Alter, Vorerkrankung oder Berufsgruppe freigeben. Außerdem soll das Intervall zwischen Erst- und Zweitimpfung mit Astrazeneca - derzeit zwölf Wochen - flexibler gehandhabt werden können.

Nach Angaben Luchas müssen Ärzte zwar mit ihren Patienten über den Impfstoff diskutieren. Aus den Impfzentren gebe es aber keine Hinweise, wonach es bei Astrazeneca-Terminen zu ungewöhnlich vielen Absagen oder Nichterscheinen kommt. «Eher trifft sogar das Gegenteil zu», sagte Lucha. «Wir stellen fest, dass – anders als wir erwartet hatten – deutlich mehr Menschen unter 60, die ihre Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, auch die Zweitimpfung mit diesem höchst wirksamen Impfstoff wahrnehmen möchten.»

Gegen das Präparat des britisch-schwedischen Pharmakonzerns gibt es teils erhebliche Vorbehalte. Es wird nach dem Auftreten von Blutgerinnseln im Gehirn bei jüngeren Geimpften nur noch für über 60-Jährige eingesetzt. Andererseits gibt es viele Jüngere, die sich gerne damit impfen lassen würden, aber in der Impf-Reihenfolge noch nicht dran sind.

Bisher haben mehr als 30,6 Prozent der Bevölkerung in Deutschland zumindest eine Impfung erhalten. 8,6 Prozent sind vollständig geimpft, haben also erforderlichenfalls auch eine zweite Impfung erhalten.

(dpa/lsw)

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