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20210506152227

Kritik an Bedingungen in Corona-Intensivstation - Klinik widerspricht

13:49
06.05.2021
Kollabierte Pfleger, keine Zeit zu trinken: Die Gewerkschaft Verdi beklagt schlechte Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte in der Corona-Intensivstation am Universitätsklinikum Ulm (UKU). Gewerkschaftssekretär Jannik Widon sagte der «Schwäbischen Zeitung» (Donnerstag), dass oft keine längeren Pausen möglich seien. Die Klinik habe es versäumt, rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen, um sich für die dritte Corona-Welle zu rüsten. Zum Beispiel müssten sich die Pfleger auf dem Gang umziehen, weil ein zuvor für diesen Zweck vorgesehenes Patientenzimmer mittlerweile belegt sei. Außerdem herrsche Personalmangel.

Die Klinik wies die Vorwürfe in einer Mitteilung zurück. Diese seien allenfalls von einzelnen Pflegekräften erhoben worden und entsprächen nicht den Tatsachen. «Die Behauptung, auf der Covid-19-Intensivstation des UKU herrschten "chaotische Zustände", die sich negativ auf die Versorgung der Patient*innen auswirkten, sind unzutreffend», teilte das UKU mit. Die Leitung könne jederzeit auf aktuelle Themen angesprochen werden. Auch würden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Vermeidung von Burnout unterstützt. Zwischen Februar 2020 und April 2021 seien 565 Patienten mit Covid-19 stationär am UKU behandelt worden.

(dpa/lsw)

Bund schlägt Astrazeneca-Freigabe vor - Impfungen ab zwölf geplant

13:48
06.05.2021
Impfwillige in Deutschland sollen sich nach einem Vorschlag der Bundesregierung künftig ohne die gültige Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen können. Außerdem soll als Ziel festgeschrieben werden, dass allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gemacht werden soll. Das geht aus Beschlussentwürfen des Bundesgesundheitsministeriums für Beratungen der Fachministerinnen und -minister von Bund und Ländern an diesem Donnerstag hervor. Mit einer Zulassung des bisher erst ab 16 freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige wird im Juni gerechnet. Die Entwürfe lagen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Das Onlineportal Business Insider berichtete auch darüber.

(dpa)

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