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Bundesregierung sieht «deutliche Umkehr» durch Corona-Notbremse

12:06
05.05.2021
Die bundesweit verbindlichen Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen bei hohem Infektionsgeschehen zeigen aus Sicht der Bundesregierung Wirkung. «Seitdem wir die Notbremse in Kraft gesetzt haben, sehen wir jetzt eine deutliche Umkehr», sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Mittwoch in der Regierungsbefragung im Bundestag. Es zeige sich «momentan wirklich eine extrem schnelle Entlastung von den Infektionszahlen, was uns auch die Hoffnung gibt, dass das Gesundheitswesen seine Überlastung reduziert».

Die von Bundestag und Bundesrat beschlossene einheitliche «Notbremse» greift seit 24. April in vielen Teilen Deutschlands. Sie muss gezogen werden, wenn an drei folgenden Tagen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wurde. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner es binnen einer Woche gab.

Bundesweit ging die Sieben-Tage-Inzidenz nun weiter auf 132,8 zurück, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch bekannt gab. Am Vortag lag sie bei 141,4 und vor einer Woche bei 160,6.

(dpa)

Land stockt finanzielle Unterstützung für Sportvereine auf

11:48
05.05.2021
Um Sportvereinen in der Corona-Pandemie beizustehen, stockt die baden-württembergische Landesregierung ihre finanzielle Hilfe um sechs Millionen Euro auf. Damit stellt das Land nun insgesamt etwa 25 Millionen Euro als Soforthilfe für den Sport im Südwesten bereit, wie die Landesregierung am Mittwoch mitteilte.

Bereits im vergangenen Jahr war das Sonderprogramm «Soforthilfe Sport» von der Landesregierung bis zum 30. Juni 2021 verlängert worden. In mehreren Schritten waren die Soforthilfen für den Sport auf zunächst etwa 19 Millionen Euro angestiegen.

«Da die Mittel für das Programm aber bereits fast vollständig ausgeschöpft sind, hat die Landesregierung entschieden, das Soforthilfeprogramm um weitere sechs Millionen Euro aufzustocken», heißt es in der entsprechenden Mitteilung. Damit wolle das Land ein wichtiges Zeichen für den Sport in Baden-Württemberg senden und dessen Bedeutung unterstreichen, teilte Sportministerin Susanne Eisenmann (CDU) in Stuttgart mit.

(dpa/lsw)

Astrazeneca bleibt liegen - Arzt bietet Termine via Ebay an

11:47
05.05.2021
Um den Impfstoff von Astrazeneca nicht verfallen zu lassen, hat ein Hausarzt aus Ostwestfalen einen ungewöhnlichen Weg über Ebay gewählt. «Es wäre Wahnsinn, den zuverlässigen und wirksamen Impfstoff verkommen zu lassen», sagte der Allgemeinmediziner und Kardiologe Peter Weitkamp aus Kirchlengern der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zwei Tage lang habe er nun über die Internet-Plattform Impftermine mit Astrazeneca «zu verschenken» an Menschen über 60 Jahre angeboten. Er habe 80 bis 90 Impfdosen übrig. Ab der kommenden Woche werde er seine Astrazeneca-Restbestände denen verabreichen, die sich auf sein Ebay-Angebot hin meldeten. Zuvor hatte die «Neue Westfälische» über den Mediziner berichtet.

Weitkamp kritisierte, dass die Praxen fast nur noch Astrazeneca erhielten, das gefragte Biontech dagegen an die Impfzentren gehe. Er halte es aus medizinischer Sicht für falsch, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) Astrazeneca weiterhin nur für Menschen über 60 Jahre empfehle. Es gebe zudem auch zahlreiche unter 60-Jährige, die Astrazeneca haben wollten. Laut Bund-Länder-Beschluss müssen sich diese Jüngeren dann an die Praxen wenden, in den Impfzentren wird Astrazenca Menschen unter 60 Jahren nicht mehr gespritzt.

Astrazeneca habe zu Unrecht ein schlechtes Image, sagte Weitkamp. Das führe dazu, dass viele noch nicht Geimpfte über 60 Jahren nun in die Impfzentren strömten, um sich dort Biontech abzuholen. «Das ist unsolidarisch. Die Alten nehmen den Jungen den Biontech-Impfstoff weg.»

(dpa)

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