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Dienstag, 4. Mai

Virologin Ciesek «optimistisch», dass sich Corona-Situation entspannt

18:57
04.05.2021
Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ist zuversichtlich, dass sich die Corona-Situation in Deutschland entspannt. «Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg», sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast «Das Coronavirus-Update».

Das Impftempo sei schneller als vorhergesagt, bis zu eine Million Impfungen pro Tag seien eine gute Zahl. «Ich bin optimistisch: Wenn wir es schaffen, weiter schnell und gezielt zu impfen und vielleicht in vier Wochen schon die Hälfte der Erwachsenen die erste Dosis bekomme haben, dass sich die Situation dann weiter entspannen wird.»

Das Impftempo spiele «eine entscheidende Rolle», sagte Ciesek, sei aber nicht der einzige Grund. Auch das veränderte Verhalten der Menschen spiele eine Rolle, ebenso wie der beginnende Sommer. «Das ist immer ein Zusammenspiel.»

Zu den geplanten Lockerungen sagte Ciesek, man müsse unterscheiden, wer auf wen treffe: Eine Gruppe vollständig geimpfter Personen sei nahezu vollständig geschützt. «Hier kann es zu einer Lockerung kommen.» Anders sehe es in der Öffentlichkeit aus, wo ganz viele noch nicht geimpft sind. «Da muss man noch vorsichtig sein und als Geimpfter noch Rücksicht nehmen auf die, die nicht geimpft sind.»

(dpa)

Scholz drängt auf klare Ansage für Verlängerung von Wirtschaftshilfen

18:57
04.05.2021
Bundesfinanzminister Olaf Scholz drängt auf Klarheit für weitere Wirtschaftshilfen in der Corona-Pandemie. «Ich bin fest überzeugt, dass wir die Wirtschaftshilfen noch mal verlängern und nun bald eine klare Ansage bis Ende des Jahres machen sollten», sagte der SPD-Politiker in einem am Dienstag veröffentlichten «Handelsblatt»-Interview. Auch die Regeln zur Kurzarbeit sollten verlängert werden. «Selbst wenn die Pandemie im Sommer größtenteils überstanden sein wird, werden noch viele in diesem Jahr auf Unterstützung angewiesen sein. Die sollen sie dann auch bekommen.»

Auf die Frage nach einem weiteren Konjunkturprogramm sagte Scholz, die Politik sei bereits sehr expansiv ausgerichtet. «Für dieses Jahr rechne ich mit einem guten Wachstum, vielleicht sogar besser, als es viele glauben.» Für 2020 bis 2022 werde man mehr als 400 Milliarden Euro Schulden aufnehmen. «Diese Entscheidung finde ich absolut richtig - aber das ist auch nicht wenig Geld», sagte Scholz.

Der Vizekanzler und auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatten sich bereits offen dafür gezeigt, die Überbrückungshilfe III zu verlängern. Damit bekommen Firmen und Soloselbstständige Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten - das sind etwa Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite sowie Ausgaben für Strom und Versicherungen. Voraussetzung ist ein Umsatzeinbruch von wenigstens 30 Prozent. Der Förderzeitraum läuft bisher bis Juni.

(dpa)

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