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20210504144405

Genesene, Geimpfte und Getestete werden in Bayern gleichgestellt

14:40
04.05.2021
Vollständig von Corona-Erkrankungen Genesene werden in Bayern bereits von diesem Donnerstag mit zweifach Geimpften und negativ Getesteten bei Lockerungen gleichgestellt. Unter anderem sollen Menschen mit vollständiger Corona-Impfung - also in der Regel zwei verabreichten Impfdosen oder Genesene mit einer Impfung - von der Testpflicht und von den Ausgangsbeschränkungen befreit werden. Auch bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte werden sie nicht mehr mitgezählt.

Die Staatsregierung habe sich entschieden, die Regelung schon an diesem Donnerstag und damit zwei Tage vor dem Bund in Kraft zu setzen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag. Man wolle ein Signal setzen, dass Impfen wichtig ist. «Wir sind der festen Überzeugung, dass bei einem solchen Fortschritt der Grundrechtsschutz, die Freiheit des Einzelnen überwiegt», sagte Söder.

Er rief weiter zu höchster Vorsicht auf. Die dritte Corona-Welle sei noch nicht gebrochen, auch wenn die Werte sich positiver entwickelten. «Ich würde nicht sagen, es ist unter Kontrolle», sagte der Ministerpräsident.

(dpa)

Umfrage: Jeder zweite Deutsche macht in Pandemie weniger Sport

14:40
04.05.2021
Knapp die Hälfte der Deutschen treibt einer Umfrage zufolge in der Corona-Pandemie weniger Sport als zuvor. Mehr als 48 Prozent der Ende Februar 2021 Befragten gaben an, dass sie seltener trainieren als früher, wie die AOK Rheinland/Hamburg am Dienstag mitteilte. Die Krankenkasse hatte die Umfrage unter mehr als 10 000 Menschen in Auftrag gegeben. Noch deutlicher zeige sich die größere Zurückhaltung beim Sporttreiben bei den Jüngeren: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sagten sogar 56 Prozent, dass sie aktuell körperlich weniger aktiv seien als vor der Pandemie.

Der Krankenkasse appellierte, sich auch im Lockdown viel zu bewegen: Es sei wichtig aktiv zu bleiben, sagte Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. «Bereits geringe körperliche Aktivitäten wie kleine Spaziergänge haben einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit», betonte er. Tatsächlich sind Spaziergänge laut Umfrage bei vielen in der Corona-Zeit beliebter geworden: 43 Prozent der Deutschen gehen nun mehr spazieren als früher. 

(dpa)

Studie: Einkommensungleichheit in Corona-Krise gesunken

14:39
04.05.2021
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen vor allem Selbstständige finanziell hart. Die Kluft zwischen Menschen mit geringerem Einkommen und Gutverdienern in Deutschland hat sich nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dadurch insgesamt etwas verringert. «Schon in der Finanzkrise hat sich gezeigt, dass sich die Einkommensungleichheit in Krisenzeiten reduziert, weil die oberen Einkommen stärker sinken als diejenigen der unteren Einkommensgruppen», erläuterte Studienautor und DIW-Experte Markus Grabka.

«In der Corona-Pandemie wirken sich die rückläufigen Einkommen von Selbstständigen besonders auf die Verteilung aus.» Selbstständige zählen vor allem zur oberen Hälfte der Einkommensgruppen. Die Studie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Die sinkende Ungleichheit sei allerdings nur eine Momentaufnahme. «Zieht sich die Pandemie noch weit in das Jahr hinein und verschärfen sich die Eindämmungsmaßnahmen noch einmal, könnte dies mit steigenden Insolvenzzahlen und zunehmender Arbeitslosigkeit einhergehen und auch die Einkommenssituation in der Breite treffen», warnte Grabka.

Der Studie zufolge verringerten sich die monatlichen Haushaltsnettoeinkommen der Selbstständigen im zweiten Lockdown um durchschnittlich 16 Prozent oder 460 Euro gegenüber dem Jahr 2019. Umsätze und Gewinne sind in einigen Wirtschaftsbereichen insbesondere im Dienstleistungssektor wegen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie teils deutlich gesunken.

Die Einkommen der Angestellten- und Beamtenhaushalte stiegen dagegen nominal um fünf Prozent. In den anderen Haushaltstypen blieben sie im Durchschnitt unverändert. Ausgewertet wurden Daten einer Sondererhebung des Sozio-oekonomischen Panels von Januar und Februar des laufenden Jahres.

(dpa)

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