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Grüne fordern flächendeckende Impfungen in sozialen Brennpunkten

11:59
04.05.2021
Im Kampf gegen das Coronavirus hat sich Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt für bundesweite Impfungen für Menschen in sozialen Brennpunkten ausgesprochen. «Das Modellprojekt von Köln kann ich nur unterstützen - wir sollten flächendeckend solche Projekte haben», sagte Göring-Eckardt vor einer digitalen Fraktionssitzung am Dienstag. So sei es wichtig «in Stadtteilen, wo die Inzidenzen sehr hoch sind, wo Leute auf engem Raum leben und eben auch Berufe ausgeübt werden, die man nicht im Homeoffice machen kann», viel zu impfen.

Wegen vieler Corona-Neuinfektionen in einigen Stadtteilen wurden in Köln am Montag Impfteams in die Hochhaussiedlungen von Chorweiler und dem Kölnberg geschickt. Das Land hatte für das Pilotprojekt zunächst 1000 Impfdosen zur Verfügung gestellt.

Unterdessen befürwortete Göring-Eckardt die geplante bundesweite Rücknahme bestimmter Freiheitseinschränkungen für vollständig gegen Corona Geimpfte. Dafür brauche es aber ein Dokument mit dem Geimpfte «fälschungssicher und eindeutig diesen Impfnachweis erbringen» können. Auch Genesene bräuchten einen ähnlichen Nachweis. Zudem müsse die Bundesregierung «jetzt festlegen, wie die Impfstrategie für Kinder und Jugendliche jetzt umgesetzt werden kann.»

Zudem forderte die Grünen-Politikerin, dass die Regierung nun in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI) ein Stufenplan vorlegen müsse, der klären soll «bei welcher Inzidenz, bei welcher Belegung von Intensivbetten, bei welcher Impfquote (...) was geöffnet» werden könne.

(dpa)

Coronakrise trifft Musikurheber hart

11:58
04.05.2021
Komponisten, Textautoren und Musikverleger haben 2020 mit den Urheberrechten an ihren Werken deutlich weniger Geld verdient als in den Jahren zuvor. Die Coronakrise habe tiefe Spuren hinterlassen, teilte die Verwertungsgesellschaft GEMA mit, die Urheberrechte von mehr als 2 Millionen Mitgliedern in Deutschland und weltweit vertritt. Allein die Einnahmen für das öffentliche Abspielen oder Aufführen von Musik seien um 43 Prozent eingebrochen - von 407,4 Millionen Euro 2019 auf 230,1 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

Als Grund nannte die GEMA den zeitweise flächendeckenden Lockdown: Konzerte und andere Veranstaltungen fielen aus, Gaststätten, Hotels und Geschäfte waren geschlossen und spielten deshalb auch keine Musik. Geld nimmt die GEMA auch mit der Musiknutzung im Fernsehen und im Hörfunk sowie im Internet ein, ebenso wie mit dem Verkauf von Tonträgern.

Einen Teil der Einbußen konnte die GEMA nach eigenen Angaben abfedern. Zudem habe es millionenschwere Hilfsprogramme für besonderes betroffene Mitglieder gegeben. 2020 schüttete die Gesellschaft 806,5 Millionen Euro an ihre Mitglieder aus, rund 100 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor.

(dpa)

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