Letztes Update:
20210504115940

Corona-Impfstoff bringt Pfizer Milliardenumsatz extra

11:57
04.05.2021
Der US-Pharmakonzern Pfizer hebt nach einem überraschend starken Jahresstart seine Ziele für das Jahr 2021 deutlich an. Im ersten Quartal hatten die Amerikaner in hohem Maße von ihrer gemeinsam mit der deutschen Biontech vermarkteten Corona-Impfung profitiert, wuchsen aber auch mit anderen Produkten, etwa gegen Krebs. Der Corona-Impfstoff Comirnaty spülte Pfizer allein 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Mrd Euro) in die Kassen, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. Die Aktien legten im vorbörslichen US-Handel um 1,8 Prozent zu.

Konzernweit stieg der Umsatz im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf knapp 14,6 Milliarden Dollar, der Gewinn unter dem Strich kletterte im selben Maße auf knapp 4,9 Milliarden Dollar.

Das Management um Konzernchef Albert Bourla erwartet nun auch aufgrund der überarbeiteten Erwartungen für Comirnaty für das Gesamtjahr einen Umsatzanstieg auf 70,5 bis 72,5 Milliarden Dollar. Zuvor standen noch maximal 61,4 Milliarden Dollar im Plan. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie soll bei 3,55 bis 3,65 Dollar herauskommen, nachdem bislang bestenfalls 3,20 Dollar in Aussicht gestellt worden waren.

(dpa)

150 Millionen Covid-Impfungen in der EU

11:57
04.05.2021
In der Europäischen Union sind inzwischen 150 Millionen Impfungen gegen Covid-19 verabreicht worden. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag auf Twitter. Das Impftempo ziehe überall in der EU an. «Ein Viertel der Europäerinnen und Europäer hat schon die erste Dosis erhalten», schrieb von der Leyen. «Im Juli werden genug Dosen da sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen.»

In den 27 EU-Staaten leben etwa 450 Millionen Menschen. 70 Prozent der Erwachsenen entspricht nach Angaben der EU-Kommission etwa 266 Millionen Menschen.

(dpa)

Impfstoff im Impfzentrum Ulm wird knapp

11:03
04.05.2021
Das Impfzentrum Ulm muss für die kommende Woche Tausende Impftermine absagen, wenn nicht bald mehr Impfstoff gegen das Coronavirus geliefert wird. Das sagte der Medizinische Leiter des Impfzentrums, Bernd Kühlmuß, am Dienstag. «An diesem Freitag geht uns Astrazeneca aus und nach dem Wochenende Biontech und Moderna», sagte er. «Es herrscht große Enttäuschung.» Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Erst vor einigen Tagen habe man erfahren, dass nur noch 12 000 statt wie bisher 24 000 Dosen Impfstoff pro Woche geliefert werden. Impftermine würden aber immer mit Vorlauf vergeben. «Hätten wir das früher gewusst, hätte wir nicht so viele Termine eingestellt», sagte er. «Wir sind im Dialog mit dem Sozialministerium, um an mehr Impfstoff zu kommen.» Seiner Einschätzung zufolge dürften auch andere Impfzentren von den Lieferkürzungen betroffen sein.

Warum weniger Impfstoff zur Verfügung steht und inwieweit das auch andere Impfzentren betrifft, dazu wollte sich das Sozialministerium auf Anfrage zunächst nicht äußern. «Wir prüfen den Sachverhalt noch», sagte ein Sprecher.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen