Letztes Update:
20210504105306

Spahn: Impfungen für alle in erster Juni-Hälfte

10:12
04.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz erster Anzeichen für eine allmähliche Entspannung der Corona-Lage weiter zur Vorsicht gemahnt. Es gehe darum, jetzt diese dritte Welle zu brechen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin beim digitalen Ärztetag. «Die Zahlen sinken, das ist ermutigend.» Sie seien aber noch nicht stark genug gesunken. Es sei zu sehen, wie sich das Reduzieren von Kontakten bewähre. Zugleich beginne das Impfen, Schritt für Schritt einen Unterschied zu machen.

Spahn verwies auf das deutlich höhere Impftempo und konkretisierte die Aussicht auf Impfmöglichkeiten für alle Bürger dank erwartungsgemäß wachsender Impfstoffmengen. «Das macht es uns möglich, in der ersten Hälfte des Junis die Priorisierung aufzugeben.» Die Bundesregierung hatte ein Ende der festgelegten Impf-Reihenfolge mit einem Vorrang für Risikogruppen schon grundsätzlich für Juni in Aussicht gestellt. Es werde aber natürlich auch noch Wartezeiten geben, sagte Spahn.

Der Minister äußerte sich außerdem optimistisch zum generellen Impffortschritt. Es sei «sicherlich im Juli» der Zustand zu erreichen, «wo wir eigentlich alle, die unbedingt wollten, geimpft haben werden». Dann sei es eine gemeinsame Aufgabe, jene zu überzeugen und zu erreichen, die zögerten oder Fragen hätten. Die Bundesregierung hatte zugesichert, allen Bürgern bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot zu machen.

(dpa)

Ärztepräsident Reinhardt: Frühere Impfung von Jugendlichen sinnvoll

09:52
04.05.2021
Der Präsident der Bundesärztekammer hält im Kampf gegen das Coronavirus eine frühere Impfung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für sinnvoll. Auf die Frage, welche Gruppen bei der Impfung priorisiert werden könnten, sagte Klaus Reinhardt im «ZDF»-Morgenmagazin am Dienstag: «Ich finde die Vorstellung, darüber nachzudenken, dass man Jugendliche, Heranwachsende und junge Erwachsene, die sich in Ausbildung befinden und die einen hohen Grad an Mobilität haben oder haben müssen, unter epidemiologischen Gesichtspunkten jetzt auch mitimpft - nicht ausschließlich und prioritär - aber mitimpft, eine durchaus sinnvolle und vernünftige Idee».

Am Dienstag berät der Deutsche Ärztetag unter anderem über die Lehren aus der Corona-Pandemie. Dazu sagte Reinhardt, man müsse mit Blick auf den Anfang der Corona-Pandemie künftig Schutzkleidung in ausreichender Menge vorhalten, für den Krisenfall Ablaufpläne und definierte Krisenstäbe formulieren, den öffentlichen Gesundheitsdienst «wieder ausreichend ausrüsten» und sich Gedanken machen, wie man leistungsfähige Krankenhäuser erhalten kann.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen