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20210528044828

Genügend Abstand garantiert: Grundschüler lernen in Festzelten

04:47
28.05.2021
Zwei Schulen im niederbayerischen Deggendorf haben in der Woche vor den Pfingstferien einen neuen Unterrichtsort ausprobiert: ein Zelt. Da haben die Schüler ausreichend Platz, um Abstände einzuhalten, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte. Dieses Modell soll nach den Ferien fortgesetzt werden. Es habe sich bewährt, auch wenn es gerade bei Regen wegen des Geräusches auf dem Zeltdach nicht optimal sei. Vor Pfingsten habe es gar an einem Tag gehagelt. «Die Kinder hatten aber einen Riesenspaß», sagte der Sprecher.

Eigentlich hätten weitere Schulen in Deggendorf nach den Ferien auf Festzelte ausweichen sollen, um inzidenzunabhängig Präsenz- statt Distanzunterricht stattfinden lassen zu können. Nachdem aber der Inzidenzwert - die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100 000 Menschen binnen sieben Tagen - inzwischen stabil unter der kritischen 165-Marke liege, könne wohl regulär wieder Präsenz- oder Wechselunterricht stattfinden, sagte der Sprecher. Die Schulgebäude seien groß genug, um Abstände einhalten zu können. Lediglich die Schulen in zwei Stadtteilen sollen also in Zelten bleiben.

(dpa)

Umfrage: Hälfte der Eltern würde Kinder gegen Corona impfen lassen

04:46
28.05.2021
Rund die Hälfte der Familien in Deutschland will ihre Kinder voraussichtlich gegen das Coronavirus impfen lassen, sobald dies möglich ist. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der «Augsburger Allgemeinen» (Freitag) hervor. Demnach sind 51 Prozent der Befragten, bei denen Kinder im Haushalt leben, für eine Impfung des Nachwuchses, 40 Prozent der Erziehungsberechtigten lehnen die Schutzimpfung für die Kinder dagegen derzeit ab. Der Rest äußerte sich unentschieden.

Bund und Länder hatten sich am Donnerstag darauf verständigt, dass ab dem 7. Juni auch Kinder ab zwölf Jahren in Deutschland mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden können. Voraussetzung ist, dass die EU-Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff für diese Altersgruppe freigibt. Sie will an diesem Freitag darüber beraten. Bisher ist das Präparat in der EU nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen, die anderen Impfstoffe sogar nur für Erwachsene.

In der Umfrage wurde nicht nach dem Alter der Kinder differenziert, sondern grundsätzlich nach der Impfbereitschaft von Eltern gefragt. 37 Prozent der Befragten gaben an, ihre Kinder «auf jeden Fall» impfen lassen zu wollen, weitere 14 Prozent antworteten mit «eher ja». Ein Drittel erklärte, dies «auf keinen Fall» zu tun. 47 Prozent der Frauen lehnen demnach eine Impfung für ihren Nachwuchs ab, bei den Männern sind es 35 Prozent.

Ein Unterschied zeigt sich auch zwischen Ost und West: Demnach überwiegt bei ostdeutschen Familien mit 53 Prozent die Ablehnung, im Westen will mit 54 Prozent die Mehrheit die eigenen Kinder impfen lassen.

(dpa)

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