Letztes Update:
20210527045640

Mittelstand fordert Abschaffung von Homeoffice- und Testregeln

04:56
27.05.2021
Angesichts des Impffortschritts fordert der Mittelstand eine sofortige Abschaffung der Homeoffice- und Testvorschriften für Unternehmen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) müsse beim Impfgipfel am Donnerstag die Initiative ergreifen und sich «endlich einmal durchsetzen», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). «Die Unternehmen müssen ab sofort zum Normalbetrieb zurückkehren können.»

Altmaier hatte zuvor eine schrittweise Lockerung der Pflicht für Unternehmen, wann immer möglich Homeoffice anzubieten, in Aussicht gestellt. Die Regelung, dass Unternehmen ihren Beschäftigten im Betrieb Coronatests anbieten müssen, soll hingegen nach dem Willen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) über den Sommer hinaus verlängert werden.

Jerger argumentierte dagegen: «Der Impffortschritt macht beides verzichtbar.» Die mittelständischen Unternehmen hätten in der Corona-Pandemie gezeigt, dass sie verantwortlich handeln. «Lockerungen draußen müssen mit Lockerungen drinnen einhergehen. Und dies so schnell wie möglich.»

(dpa)

Kapitel

Mittwoch, 26. Mai

RKI: 2,2 Prozent Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante

17:54
26.05.2021
Die in Indien entdeckte und inzwischen in vielen Ländern weltweit verbreitete Corona-Variante B.1.617 bleibt nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland recht selten. In der dritten Woche in Folge bewegt sich der Anteil dieser Mutante an den untersuchten Proben im Bereich von rund zwei Prozent, wie aus einem RKI-Bericht von Mittwochabend hervorgeht. Die aktuellsten Daten stammen aus der Woche vom 10. bis 16. Mai.

Bei der Variante unterscheiden Fachleute mehrere Untervarianten. Das RKI spricht von einem langsamen, aber kontinuierlichen Anstieg der Anteile von Untervariante B.1.617.2 - auf nun 2,2 Prozent. In absoluten Zahlen geht es noch um relativ geringe Werte: Für die 19. Kalenderwoche sind 40 Nachweise im Bericht ausgewiesen. Diese Mutante sorgt derzeit bei Experten in Großbritannien für Aufsehen. Befürchtet wird, dass sie noch ansteckender sein könnte als frühere Formen; auch könnte sie die Wirksamkeit der Impfungen schwächen.

Vorherrschend bleibt in Deutschland unterdessen die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7, mit einem Anteil von 90 Prozent. Auch bei den Nachweisen der beiden weiteren als besorgniserregend eingestuften Mutanten (P.1/Brasilien und B.1.351/Südafrika) gab es im Vergleich zu früheren RKI-Berichten keine wesentlichen Veränderungen - sie bleiben auf niedrigem Niveau. In Deutschland wird nur ein Teil der positiven Proben auf Varianten untersucht.

(dpa)

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