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Biden: US-Geheimdienste sollen Ursprung der Corona-Pandemie aufklären

17:53
26.05.2021
US-Präsident Joe Biden hat amerikanische Geheimdienste beauftragt, dem Ursprung der Corona-Pandemie auf den Grund zu gehen. Die bisherigen Untersuchungen hätten unterschiedliche Einschätzungen ohne abschließende Folgerungen geliefert, hieß es am Mittwoch in einer schriftlichen Stellungnahme Bidens. Daher habe er die Geheimdienste angewiesen, ihre Bemühungen zu verstärken und binnen 90 Tagen einen weiteren Bericht dazu vorzulegen. Die Vereinigten Staaten arbeiteten dabei mit gleichgesinnten Partnern rund um die Welt zusammen, um China zu Transparenz und Zugang zu Daten zu drängen.

Biden erklärte, er habe nach seinem Amtsantritt bereits einen ersten Geheimdienstbericht zum Ursprung der Pandemie in Auftrag gegeben - inklusive der Frage, ob das Virus durch einen menschlichen Kontakt mit einem infizierten Tier oder durch einen Labor-Unfall aufgekommen sein könnte. Diesen Bericht habe er inzwischen erhalten. Innerhalb des Geheimdienstapparates gebe es unterschiedliche Einschätzungen zu der Frage - allerdings fehle es an Informationen, um die Szenarios abschließend zu bewerten. Die Geheimdienste sollten nun weitere Informationen sammeln und analysieren, «die uns einer endgültigen Schlussfolgerung näherbringen könnten».

Seit langem kursieren unbelegte Mutmaßungen, das Coronavirus könne aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stammen und womöglich durch einen Laborunfall freigesetzt worden seien. Die Chinesen haben derartige Vorwürfe bislang vehement zurückgewiesen. In Wuhan war das Coronavirus erstmals aufgetreten.

China hatte in den vergangenen Tagen auch einen US-Medienbericht dementiert, wonach drei Wissenschaftler des Instituts für Virologie in Wuhan im November 2019 in ein Krankenhaus gekommen waren.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO war in einer im März vorgelegten Studie zu dem Schluss gekommen, dass das Virus außer in Fledermäusen auch in Schuppentieren seinen Ursprung haben könnte. Die Theorie, dass es aus einem Labor entwichen sein könnte, bezeichneten die beteiligten Wissenschaftler dagegen als «extrem unwahrscheinlich».

(dpa)

Verschiebungen bei Impfstoff-Lieferungen von Biontech

16:26
26.05.2021
Bei den Corona-Impfungen in Deutschland verschieben sich geplante Lieferungen des wichtigsten Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wird die zugesagte Liefermenge nach Angaben von Biontech in den ersten beiden Juni-Wochen reduziert. Die Differenz solle dann erst in den beiden Wochen vom 21. Juni und vom 28. Juni zusätzlich geliefert und damit ausgeglichen werden. Insgesamt werde damit die Lieferzusage für das laufende Quartal eingehalten.

Auf die Lieferungen an die Impfzentren der Länder soll die Verschiebung laut Ministerium keine Auswirkungen geben. Zu den Praxen erklärte das Ministerium, dass anstehende Zweitimpfungen dort gesichert seien. Auch Erstimpfungen solle es weiterhin geben. Wie in Impfzentren seien in den nächsten Wochen aber auch in Praxen mehr Zweit- als Erstimpfungen zu erwarten. Schon zuvor hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert, dass die Praxen in der ersten Juni-Woche rund eine Million Biontech-Dosen weniger als geplant bekommen.

Laut einer aktuellen Übersicht des Ministeriums werden für das ganze zweite Quartal 50,3 Millionen Impfdosen von Biontech erwartet. Dazu kommen sollen mindestens 12,4 Millionen Dosen von Astrazeneca sowie 10,1 Millionen Dosen von Johnson & Johnson und 6,4 Millionen Dosen von Moderna.

Eine Biontech-Sprecherin erklärte am Abend, dass die wöchentlichen Lieferprognosen immer kleineren Schwankungen unterlägen, wobei die Gesamtmenge für das zweite Quartal planmäßig ausgeliefert werde. Grund für Schwankungen seien zum Beispiel die laufenden Freigabeprozesse. «Dies ist auch bei den aktuellen Änderungen der Fall.» Biontech habe die Impfstoffherstellung deutlich steigern können, um im zweiten Quartal 2021 insgesamt 250 Millionen Dosen an die EU zu liefern. Die zusätzlichen Lieferungen habe man aus dem zweiten Halbjahr vorgezogen und produziere sie dementsprechend früher.

(dpa)

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