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Merkel: Bei Öffnungen Rücksicht auf unsichere Menschen nehmen

15:55
26.05.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wünscht sich bei den Öffnungen im Land auch Rücksichtnahme auf unsichere Menschen. Viele sorgten sich, wenn es mancherorts eng und überfüllt sei. «Da müssen wir auch auf die achten, die nicht so tough und so stark sind», sagte Merkel am Mittwoch bei einer Videokonferenz. Denn auch diejenigen müssten Chance haben, im öffentlichen Leben dabei zu sein.

Merkel hatte sich am Mittwoch mit zehn Ehrenamtlern online ausgetauscht. Das digitale Treffen gehörte zur Dialogreihe «Die Bundeskanzlerin im Gespräch». Sie fragte die Helfer unter anderem, wie sich die Arbeit in der Pandemie verändert habe.

Wolfgang Blasek von der Tafel im hessischen Dieburg beklagte sich zum Beispiel über fehlende Zukunftsperspektiven während der ersten Pandemie-Monate und das Problem der vielen freiwilligen Helfer in einer Tafel, die zur Risikogruppe gehören.

Gaby Knecht, eine Ärztin aus Frankfurt, hilft bei Medizinprojekten im Ausland - diese Einsätze seien durch Corona erschwert. In der Pandemie konnte sie nicht mehr persönlich in den Ländern arbeiten. Merkel stellte in Aussicht, auch internationale Beteiligungen an solchen Projekten wieder zu ermöglichen.

Daneben kamen Menschen zu Wort, die sich für behinderte Menschen, Kinder und Senioren einsetzen. Der Vertreter einer Geflüchteten-Organisation erzählte auch von seiner Arbeit. Das Gesprächsformat hatte im Zuge der Pandemie im November zum ersten Mal stattgefunden. Zum Auftakt gab es einen Austausch mit Auszubildenden. Danach folgten Gespräche mit Pflegekräften, Polizisten und Studenten.

(dpa)

DFB-Vize Zimmermann fordert Öffnungsschritte für Amateursport

15:24
26.05.2021
Der Deutsche Fußball-Bund drängt weiter auf Öffnungsschritte in der Corona-Krise für den Amateurfußball. «Im kompletten Amateursport ist eine riesengroße Sehnsucht zu spüren, endlich wieder richtig Sport treiben zu können. Dafür ist es nun höchste Zeit», sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann in einem Interview des Verbands (Mittwoch). «Die weiterhin gravierenden Einschränkungen und Verbote sind vor dem Hintergrund aller bisher vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht mehr nachvollziehbar.»

Der DFB betreibt derzeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine Petition «für die flächendeckende Wiederzulassung des Freiluftsports». Zwar wurden viele Corona-Restriktionen zuletzt gelockert, der Wettkampfbetrieb im Amateursport ist aber weiterhin nicht möglich.

«Zum einen sind die Gruppengrößen, die vielerorts vorgegeben sind, für den Fußball als Mannschaftssport problematisch. Hier sind dringend Verbesserungen nötig, um nach dem Mannschaftstraining auch Spiele und Wettbewerbe wieder zu ermöglichen», sagte Zimmermann. «Hinzu kommt die Komplexität der Verordnungen für den Sport. Allein deren Formulierung und Ausgestaltung überfordern nahezu jeden Ehrenamtlichen. Wenn ich als Jurist die bestehenden Vorgaben dreimal lesen muss und immer noch viele Verständnisfragen habe, lässt das tief blicken.»

(dpa)

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