Letztes Update:
20210503120457

Prinz Harry wirbt für bessere Verteilung von Corona-Impfstoffen

12:01
03.05.2021
Der britische Prinz Harry hat auf einem Benefizkonzert in Kalifornien für eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen gegen Covid-19 geworben. «Wir können uns nicht ausruhen oder wirklich erholen, bis es eine gerechte Verteilung in jeder Ecke der Welt gibt», sagte Harry am Sonntagabend (Ortszeit) übereinstimmenden Medienberichten zufolge. Es müsse überall auf der Welt ein Grundrecht sein, Zugang zu einem Vakzin zu haben.

Harry trat den Berichten zufolge bei der Aufnahme des Konzerts «Vax Live» in einem Stadion bei Los Angeles auf, bei dem unter anderen die Sängerin Jennifer Lopez und die Band Foo Fighters auftraten. Auch US-Präsident Biden nahm per Videobotschaft an der Veranstaltung teil. Während vor allem in den Industriestaaten die Impf-Kampagnen voranschreiten, haben ärmere Länder kaum von den Mitteln profitiert.

Für Prinz Harry war es der erste öffentliche Auftritt seit der Teilnahme an der Trauerfeier für seinen Großvater Prinz Philip am 17. April. In den USA war der 36-Jährige zuletzt bei dem aufsehenerregenden Interview von Oprah Winfrey zusammen mit seiner Frau Meghan Markle zu sehen. Dabei hatte das Paar Teilen des Königshauses Rassismus gegenüber Meghan vorgeworfen. 

(dpa)

Hausärzte kämpfen mit enormem Misstrauen wegen Astrazeneca

12:00
03.05.2021
Hausärzte in Baden-Württemberg melden massive Probleme beim Impfen des Wirkstoffes Astrazeneca. «Wir diskutieren uns mit den Patienten dumm und dusselig», sagte am Montag Nicola Buhlinger-Göpfarth vom Landesvorstand des Hausärzteverbandes. «Viele Praxen bekommen den Impfstoff wenn überhaupt nur mit maximalem Zeitaufwand an die Patienten», berichtete die Pforzheimer Ärztin weiter. Das koste Zeit, die die Hausärzte nicht bezahlt bekämen, und vor allem: «Wir wissen genau, dass es hundert andere gibt, die sich damit gerne impfen lassen wollen.»

Als Reaktion will Buhlinger-Göpfarth nun an diesem Mittwoch vor einem Pforzheimer Supermarkt rund 250 Dosen Astrazeneca verimpfen, für die sie in ihrer Sprechstunde keine Abnehmer fand. «Ich trau' mich jetzt einfach mal«, sagte sie zu der geplanten Aktion, über die auch die «Pforzheimer Zeitung» und die «Badische Neusten Nachrichten» berichtet hatten. Zwei Kolleginnen hätten sich ihr inzwischen angeschlossen. Geimpft würden Impfwillige mit Impfberechtigung.

Die Kommunikation des Bundes zu dem Wirkstoff sei desaströs. Die Folgen würden auf dem Rücken der Hausärzte ausgetragen, so die Medizinerin weiter. Astrazeneca war trotz seiner hohen Wirksamkeit wegen selten auftretender Blutgerinnsel im Zusammenhang mit der Impfung in Verruf geraten. In Deutschland ist das Vakzin nur für Menschen ab 60 empfohlen.

In den Impfzentren im Südwesten nehmen Menschen ihren Termin mit Astrazeneca hingegen in der Regel wahr, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. Übrig bleibende Dosen würden möglichst an andere Impfwillige gegeben. 

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen