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Nepal streicht wegen Corona Flugverbindungen

11:24
03.05.2021
Angesichts rasch steigender Corona-Fallzahlen streicht Nepal Flugverbindungen für rund zwei Wochen. Von Mitternacht (Ortszeit) an sollen bis Freitag (14.5.) alle Inlandsflüge sowie ab Mitte der Woche dann alle internationalen Verbindungen ausfallen, wie Kommunikationsminister Parbat Gurung am Montag sagte. Ausgenommen seien Charterflüge sowie humanitäre Flugdienste.

Wie im großen Nachbarland Indien geht in Nepals Hauptstadt Kathmandu in einigen Krankenhäusern der medizinische Sauerstoff aus und Betten werden knapp, wie örtliche Medien berichten. Das Virus verbreitet sich rasch - trotz eines landesweiten Lockdowns. In den vergangenen 24 Stunden wurden in dem Land mit 30 Millionen Einwohnern bei lediglich rund 16 000 Tests 7137 Neuinfektionen erfasst. Insgesamt hat das Land zwischen Indien und China seit Beginn der Pandemie mehr als 336 000 Infektionen registriert.

Auch im Basislager des Mount Everests gab es schon Corona-Fälle. Dort bereiten sich zurzeit Hunderte ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger mit einheimischen Teams darauf vor, die Spitze des höchsten Bergs der Welt zu erreichen. Trotz der Pandemie hat Nepal dieses Jahr eine Rekordzahl an Ausländern Genehmigungen erteilt.

(dpa)

Ausnahmen von Bundes-Notbremse auch in Berufsausbildung

10:40
03.05.2021
Wie für Hochschulen sind auch für die Berufsausbildung Ausnahmen von den strengen Bundes-Notbremse-Regeln geplant. Darauf wies Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Montag hin. Nicht alle Lehr- und Ausbildungsveranstaltungen ließen sich digital durchführen, manches müsse in Präsenz durchgeführt werden, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Gerade in der dualen Berufsausbildung spielen die praktischen außer- und überbetrieblichen Lernorte eine zentrale Rolle für das Lernen und den Erfolg.» Ziel sei es, dass unbedingt erforderliche praktische Präsenzformate durchgeführt werden könnten.

Nach Angaben des Bundesbildungsministeriums sind im Zuge einer geplanten Konkretisierung der Notbremse-Regeln im Infektionsschutzgesetz entsprechende Änderungen für den Bereich Berufsausbildung vorgesehen. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass dies auch für den Hochschulbereich geplant ist. Hintergrund war Kritik aus den Ländern und aus dem Bildungsbereich, dass die in der Notbremse vorgesehen Regeln für Schulen zum Umschalten auf «Wechselunterricht» ab einer Inzidenz von 100 und zum Verbot von «Präsenzunterricht» ab 165 nicht so einfach auf andere Bereiche übertragen werden könnten.

Länder und Hochschulen hatten kritisiert, dass eine Komplettschließung und Umstellung auf Distanzlehre in Studiengängen mit viel Praxisbezug und Laborarbeit kaum möglich sei, etwa im Medizinstudium oder auch im Sportstudium. Nun soll es entsprechende Ausnahmen für die Hochschulen und auch für die Berufsausbildung in praktischen Ausbildungsbereichen geben.

(dpa)

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