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Lauterbauch über ESC mit Publikum: «Ein falsches Bild»

10:44
22.05.2021
Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält das Finale des Eurovision Song Contest in Rotterdam vor Live-Publikum für ein falsches Signal. «Konzerte mit 3500 Zuschauern können wir uns noch nicht leisten, dafür ist es noch zu früh», sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit «ZDFheute». Es zeichne «ein falsches Bild» davon, wo man in der Pandemie aktuell stehe.

Beim Finale des 65. Eurovision Song Contest treten am Samstagabend Interpreten aus 26 Ländern auf - ab 21.00 Uhr in der Ahoy-Halle vor rund 3500 Fans. An den Bildschirmen werden bis zu 200 Millionen Zuschauer erwartet. Für Deutschland tritt Jendrik (Startnummer 15) mit «I Don't Feel Hate» an. Die Show findet unter strikten Bedingungen statt. Alle Besucher müssen ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen, genauso wie Künstler und Mitarbeiter.

Er wisse nicht, welche Rückschlüsse sich aus dem ESC darüber ergeben sollten, wie solche Veranstaltungen in Zukunft ablaufen könnten. Für Konzerte in Innenräumen sieht Lauterbach im Sommer noch keine Möglichkeit - im Freien hingegen schon.

(dpa)

Lucha kontert Spahn: Kein ungenutzter Impfstoff im Südwesten

09:54
22.05.2021
Im Streit um den Mangel an Corona-Impfstoff hat der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) Aussagen von Bundesressortchef Jens Spahn (CDU) zurückgewiesen. «Selbstverständlich liegt in Baden-Württemberg kein Impfstoff rum, wie Jens Spahn andeutet», erklärte Lucha am Samstag in Stuttgart. «Im Gegenteil, wir verteilen den Stoff ganz gezielt an die Zentren, die ihn am dringendsten benötigen und wir nutzen ihn auch verstärkt für den Einsatz unserer Mobilen Impfteams in sozial benachteiligten Quartieren.» Spahn hatte den «Stuttgarter Nachrichten» und der «Stuttgarter Zeitung» (Samstag) gesagt, seinem Haus lägen Meldungen vor, wonach es im Südwesten Impfstoff gebe, «der bislang noch nicht den Weg zu Patientinnen und Patienten gefunden hat».

Lucha warf dem Bundesministerium hingegen erneut vor, für den Impfstoffmangel verantwortlich zu sein - was Spahn wiederum zurückgewiesen hatte. Zugleich erklärte Lucha per Mitteilung: «Wir brauchen jetzt kein Zuständigkeiten-Pingpong, sondern müssen den Menschen klare Perspektiven beim Thema Impfen geben.» Diese bräuchten keine Diskussionen um Verantwortlichkeiten. Wichtig sei ausreichend Impfstoff, um über den Sommer das Impfen in Impfzentren, Arztpraxen und über Betriebsärzte am Laufen zu halten und auch der großen Gruppe der Schüler ein Impfangebot machen zu können. «Wir garantieren, dass wir den Impfstoff sofort verteilen werden», versicherte Lucha.

(dpa/lsw)

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