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20210522095425

Merkel mahnt bei Corona Verantwortungsbewusstsein an

09:28
22.05.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den wiedergewonnenen Freiheiten aufgerufen. «Jetzt, Ende Mai, nach 15 Monaten und einer schweren dritten Welle, haben wir endlich viele Gründe, optimistisch zu sein; vor allem natürlich, weil die Impfkampagne jetzt mit so viel Schwung läuft. Aber besiegt haben wir das Virus noch nicht», sagte sie in ihrer am Samstag im Internet veröffentlichten wöchentlichen Videobotschaft.

«Täglich gibt es Tausende von Neuansteckungen, und täglich sterben auch Menschen an Corona.» Neue Virusvarianten müssten sehr wachsam beobachtet werden, sagte Merkel. «Es bleibt daher unsere gemeinsame Aufgabe, mit Freiheiten auch verantwortungsvoll umzugehen und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Schutz und Achtung der Würde jedes einzelnen Menschen sind mit sehr gutem Grund in unserem Grundgesetz unantastbar festgeschrieben.»

Wegen sinkender Infektionszahlen ist vielerorts die verhängte Bundes-Notbremse außer Kraft getreten. Je nach Landesregelung und örtlicher Inzidenz öffnen Gastrobetriebe und Hotels wieder mehr oder weniger eingeschränkt. Den bundesweiten Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner gab das Robert Koch-Institut am Samstagmorgen mit 66,8 an (Vortag: 67,3; Vorwoche: 87,3).

In ihrer Botschaft anlässlich des Tags des Grundgesetzes an diesem Sonntag verteidigte Merkel zugleich die zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossenen Grundrechtseinschränkungen. «Wo Leben und Gesundheit auf dem Spiel stehen, sind zumindest zeitweise solche Einschränkungen erlaubt. Regierungen und Gesetzgeber sind dabei aber daran gebunden, verhältnismäßig vorzugehen und Einschränkungen zeitlich auf das absolut nötige Maß zu beschränken - so wie wir es getan haben», erklärte sie. «Das Grundgesetz garantiert zum Glück aber auch, dass über diese wie über jede Maßnahme der Regierungen diskutiert und gestritten werden kann. Es ist gut und zutiefst demokratisch, dass das seit Beginn der Pandemie immer wieder auch geschehen ist. Im Bundestag, in den Landesparlamenten, in den Medien und in der Öffentlichkeit.»

(dpa)

Corona-Frust: Berliner Verkehrsbetriebe singen «Allein Allein»

09:28
22.05.2021
In der Corona-Zeit waren die Busse und U-Bahnen teils wie leer gefegt - jetzt wünschen sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in einem sehnsüchtigen Werbespot die Fahrgäste zurück. In einem vor dem Pfingst-Wochenende veröffentlichten Clip singen die BVG-Mitarbeiter «Wir fahren allein allein» - nach dem Ohrwurm der Band Polarkreis 18. Und: «Wir vermissen euch.»

Zu sehen ist eine Straßenbahnfahrerin, die Herzen auf die Scheiben malt, und eine Putzkraft, die beinahe wehmütig erzählt, dass es nicht mehr nach Döner riecht. Ein Kontrolleur liegt in einer leeren U-Bahn einsam auf einer Sitzbank - es gibt nichts zu tun. Und glaubt man dem Busfahrer in dem Spot, kann er es kaum erwarten, dass endlich wieder jemand die Tür blockiert.

Die BVG veröffentlicht seit Jahren in ihrer viel beachteten «Weil wir dich lieben»-Kampagne regelmäßig selbstironische Videos. Besonders bekannt wurde der Rap-Ohrwurm «Is mir egal».

(dpa)

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