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Mehr als 100 deutsche Touristen sind noch in Corona-Hotspot Nepal

16:01
21.05.2021
Mehr als 100 deutsche Touristen halten sich noch im Corona-Hotspot Nepal auf. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Freitag, dass eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Touristen in dem asiatischen Land sei. Das arme Himalaya-Land hatte Anfang Mai aufgrund der Corona-Pandemie den internationalen Flugverkehr größtenteils eingestellt. Nach Angaben des örtlichen Tourismusministeriums waren zunächst rund 2000 ausländische Touristen in Nepal gestrandet. Inzwischen seien knapp 500 von ihnen mit Spezialgenehmigungen ausgeflogen worden.

Nepal erlebt derzeit wie sein Nachbarland Indien eine schlimme Corona-Welle. Krankenhausbetten und medizinischer Sauerstoff gehen aus, fast jeder zweite Corona-Test ist positiv. Deutschland schickte zuletzt eine Hilfslieferung mit Beatmungsgeräten, Sauerstoffflaschen und 2,4 Millionen Masken nach Nepal.

Auch auf dem Mount Everest, der sich an der Grenze zwischen Nepal und China befindet, haben Bergsteigerinnen und Bergsteiger schon Corona-Infektionen gemeldet. Trotzdem warten derzeit noch Hunderte auf dem Berg, um bei gutem Wetter zum Gipfel vorzudringen.

(dpa)

Niedersachsen hebt Maskenpflicht im Handel doch nicht auf

15:59
21.05.2021
Niedersachsen hebt die Maskenpflicht im Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzwerten doch nicht kurzfristig auf. Das hat die Landesregierung nach vielfältiger Kritik am Freitagnachmittag entschieden. Der Entwurf für eine Lockerung der Corona-Regeln hatte zunächst vorgesehen, in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 die Maskenpflicht ab Dienstag nach Pfingsten aufzuheben.

Allerdings entfällt nach Pfingsten in Niedersachsen die Testpflicht für den Einzelhandel in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50. Voraussetzung ist, das der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wird.

(dpa)

IWF: Hilfe reicher Länder für globale Pandemiebekämpfung lohnt sich

14:54
21.05.2021
Eine schnelle Bereitstellung von Milliarden an Hilfsgeldern durch reiche Länder für die weltweite Eindämmung der Corona-Pandemie wird sich nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) vielfach rentieren. Ein schnelleres Ende der Pandemie werde Leben retten und die Weltwirtschaftsleistung bis 2025 etwa um neun Billionen US-Dollar (7,4 Billionen Euro) höher ausfallen lassen, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Freitag. Rund 40 Prozent davon würden auf die Industriestaaten entfallen, hinzu käme rund eine Billion Dollar zusätzliche Steuereinnahmen, sagte Georgiewa.

Um die globale Impfkampagne anzukurbeln und die Eindämmung der Pandemie voranzutreiben, seien rund 50 Milliarden Dollar nötig, von denen rund 35 Milliarden Dollar als Hilfen reicher Staaten kommen müssten, erklärte die IWF-Chefin einem vorab verbreiteten Manuskript zufolge bei einem Gesundheitsgipfel der Gruppe der G20-Länder. Es gehe dabei nicht um Zusagen und Versprechen, sondern um Investitionen, die jetzt sofort vorausschauend getätigt werden müssten, betonte Georgiewa.

Die mittelfristige Rendite für die Investitionen der reichen Länder wäre vermutlich die höchste der jüngeren Geschichte, versprach sie. «Mit starkem und koordiniertem Handeln jetzt - und mit wenig Finanzmitteln relativ zu dem übermäßigen Gewinn - kann die Welt diese beispiellose Gesundheits- und Wirtschaftskrise überwinden», erklärte sie. Ziel müsse es sein, bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung zu impfen, bis Mitte nächsten Jahres dann 60 Prozent. Weltweit haben bislang erst gut neun Prozent der Menschen eine Impfung erhalten, wie Daten des Portals Ourworldindata zeigen.

(dpa)

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